Kreis Pinneberg

Rellingen plant die Bücherei der Zukunft

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Silke Mannstaedt ist Fachbereichsleiterin Bürgerservice im Rellinger Rathaus und für das Projekt zuständig.

Silke Mannstaedt ist Fachbereichsleiterin Bürgerservice im Rellinger Rathaus und für das Projekt zuständig.

Foto: HA

Kinder, Jugendliche und junge Familien aus der Gemeinde sollen die Einrichtung mitgestalten und ihre Ideen einbringen.

Rellingen. Ein Treffpunkt für alle Rellinger, vor allem aber für junge Familien, Kinder und Jugendliche soll die Rellinger Bücherei werden, wenn sie erst mal in das Gebäude der jetzigen DRK-Sozialstation am Appelkamp umgezogen ist. Darüber werden Mitglieder aus dem Arbeitskreis Büchereikonzept auf der nächsten Sitzung des Rellinger Kulturausschusses am Donnerstag, 22. April, von 19 Uhr an berichten. Corona hat das Planungsteam zwar ausgebremst, dennoch ging die Arbeit weiter, sodass Silke Mannstaedt, Fachbereichsleiterin Bürgerservice im Rellinger Rathaus, schon jetzt weiter in die Details gehen kann.

„Die neue Bücherei soll optisch und inhaltlich ansprechend sein, modern und einladend aussehen“, sagt sie. Kreativität und Vielfältigkeit solle der neue Treffpunkt ausstrahlen, der als offene Bücherei auch abends und am Wochenende lange geöffnet sein soll. Dazu braucht es ein automatisches Buchungssystem. Im Erdgeschoss wird wahrscheinlich eine Kinderbühne für Lesungen, Theater oder Kinderbuchkino eingerichtet, ein Drei-D-Drucker soll Besucher schon vom Fenster aus nach drinnen locken, es soll Gruppenräume geben, und das Repair-Café soll darin Platz finden. „Wir wollen zeigen, dass da Bewegung drin ist“, sagt die Frau aus dem Rathaus.

Alle Rellinger sollen sich aufgemuntert fühlen, dort die Räume zu nutzen, um eigene Angebote umzusetzen, „das soll sich aus der Bevölkerung heraus entwickeln, und es sollen möglichst unterschiedliche Dinge stattfinden“, sagt sie. Denkbar sind eine Nähgruppe, Fotobearbeitung, eine Gruppe, die Youtube-Filme dreht, oder eine Literaturgruppe. Als Rahmen sollen VHS-Kurse, Angebote der Familienbildungsstätte und der Musikschule dort hinein.

Eine Satzung müsse natürlich regeln, wer die Räume nutzen dürfe und wer hafte, „das wird nicht ohne hauptamtliche Kräfte gehen, denn Ehrenamt braucht Hauptamt.“ Es soll eine digitale Buchungsplattform geben, und überhaupt „wollen wir sehr viel digital machen“, so Mannstaedt. Aber das Wichtigste sei „dass man da gern hingeht. Denn jetzt sind das dort sehr funktionale Räume.“

Anregungen für die Gestaltung seien sehr willkommen, „und wir denken laut über einen Förderverein nach“. Momentan werden kurze Interviews vorbereitet, mit denen die Organisatoren auf Rellinger jeden Alters zugehen wollen – auch auf die, die bisher nicht in eine Bibliothek gegangen sind. Und ein geeigneter Architekt wird auch schon gesucht.

( eng )

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