Kreis Pinneberg

Schenefeld sagt große Stadtfeste in diesem Jahr ab

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Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Foto: Arne Kolarczyk

Für das Oktoberfest soll es aber eine kleinere Alternative geben. Auch ein Corona-Testzentrum kommt in Kürze.

Schenefeld. Das zweite Jahr in Folge sagt Schenefeld das traditionelle Stadtfest im Juni ab – und zieht auch für das Oktoberfest auf dem Rathausparkplatz die Reißleine. „Auch im September wird es noch nicht der richtige Zeitpunkt sein, mit 300 Personen in einem Festzelt zusammen zu feiern“, so Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Während das Stadtfest wie schon im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie ersatzlos ausfalle, solle es anstelle des Oktoberfestes eine kleinere Alternative geben – und zwar im Freien. Was genau, ist noch unklar.

„Die Pandemie hat unseren Alltag seit mehr als 14 Monaten sehr deutlich beeinflusst und uns vor große Herausforderungen gestellt“, so Schenefelds Stadtpräsidentin Gudrun Bichowski. Ihr fehle der persönliche Kontakt zu Vereinen, Verbänden und den Bürgern sehr, betont die Stadtpräsidentin. Mitgliederversammlungen würden derzeit nicht mehr stattfinden, auch der traditionelle Neujahrsempfang sei ausgefallen. Die persönlichen Glückwünsche der Stadt zu hohen Geburtstagen oder besonderen Ehejubiläen würden aber trotz Corona fortgesetzt, wenn auch etwas anders als früher. Anders sind auch die Sprechstunden von Bürgermeisterin und Stadtpräsidentin – nämlich telefonisch. „Die Nachfrage ist aber weiterhin da, und wir beide sind trotz Pandemie jederzeit erreichbar und zu sprechen.“

Bichowski und Küchenhof sind sich einig, dass sich Schenefeld am bundesweiten Corona-Gedenktag am Sonntag beteiligen wird. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Bürger der Stadt eine Kerze in ihr Fenster stellen“, so die Bürgermeisterin. Sie betont, dass trotz der pandemischen Lage die Verwaltung und auch die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker weitergearbeitet hätten, alle notwendigen Sitzungen hätten stattgefunden und die wichtigsten Beschlüsse seien gefasst worden.

Die Stadt sei im Plan – etwa was den geplanten Neubau des Kindergartens an der Blankeneser Chaussee angeht. „Wir haben jetzt das Interessenbekundungsverfahren gestartet, um einen Träger für die Einrichtung zu finden“, bestätigt die Verwaltungschefin. Auch das Projekt Stadtkern schreite immer weiter voran – und bei Sanierung sowie Modernisierung des Schulzentrums habe man dank des Architektenwettbewerbs großartige Entwürfe erhalten, die es jetzt weiter zu verfolgen gelte.

Weiterverfolgt wird auch die Idee, in Schenefeld ein größeres Corona-Testzentrum einzurichten. Hier hinkt die Stadt verglichen mit anderen Kommunen im Kreis deutlich hinterher. Bisher bieten zwei Apotheken in Schenefeld die kostenlosen Corona-Testungen an. „Das wird gut angenommen“, sagt Küchenhof. Sie verspricht, dass bereits in Kürze ein größeres Testzentrum in der Stadt den Betrieb aufnehmen wird – und zwar in direkter Innenstadtlage an einem stark frequentierten und verkehrsgünstig gelegenen Ort. Alles weitere dazu werde in den nächsten Tagen bekanntgegeben.

„Uns macht Mut, dass es auch in Schenefeld viele Mitmenschen gibt, die sich in der Corona-Pandemie für Hilfsbedürftige einsetzen. Dafür wollen wir Danke sagen“, so die Stadtoberhäupter.

( kol )

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