Kreis Pinneberg

Torneschs CDU will Radschnellweg nachjustieren

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Eine Radfahrerin ist auf einem Radweg unterwegs (Symbolbild).

Eine Radfahrerin ist auf einem Radweg unterwegs (Symbolbild).

Foto: Paul Zinken / dpa

Geplanter Trassenverlauf der „Fahrradautobahn“ berge an einigen Stellen in der Stadt Konfliktpotenzial.

Tornesch.  Nach der Vorstellung der ersten Entwürfe zum Radschnellweg zwischen Elmshorn und Hamburg fordern die Tornescher Christdemokraten Nachbesserungen. Zwar unterstütze die Tornescher CDU die Idee eines Radschnellweges, doch auf der geplanten Trasse vom Liether Moor über die Heimstättenstraße, die Wilhelmstraße, den Lindenweg und östlich entlang der Bahn nach Prisdorf liege großes Konfliktpotenzial zu anderen Verkehrsteilnehmern.

So weist der Bauausschussvorsitzende Henry Stümer auf den hohen Autoverkehr in der Wilhelmstraße und auf dem südlichen Abschnitt der Heimstättenstraße hin, der sich allein daraus ergebe, dass diese Straßen der Erschließung der Wohngebiete im Tornescher Moor dienten: „Ein Radschnellweg auf dieser Trasse würde weder Rad- noch Autofahrern gerecht werden.“ Außerdem hätten sich Anlieger vor einigen Jahren mit hohen Straßenausbaubeiträgen an einem extrabreiten Geh- und Radweg beteiligen müssen, der dann vom Kreis nur als Gehweg anerkannt worden sei. „Nun mit einem baulichen Mittelstreifen den Autoverkehr reduzieren zu wollen, halte ich für kaum vermittelbar“, sagt er, zumal es für viele Anlieger keine attraktive Ausweichstrecke gebe.

Die nächste Schwachstelle sieht der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon in der Kreuzung der Ahrenloher Straße, wo angedacht ist, den Radverkehr von der Wilhelmstraße in den Lindenweg in der Grünphase zu bevorzugen: „Das lässt den Verkehr kollabieren. Bereits jetzt staut es sich im Ortskern auf der Ahrenloher Straße zu Verkehrsspitzen.“

Grundsätzlich begrüßt die CDU das Vorhaben

Stattdessen müsse die Kreuzung so gestaltet werden, dass die Wilhelmstraße und der Lindenweg nicht mehr versetzt aufeinander zuliefen, um eine gleichzeitige Grünphase für den Verkehr aus der Wilhelmstraße und aus dem Lindenweg zu ermöglichen und so die Kreuzung zu entlasten.

Alternativ könnten Radfahrer über die Pommernstraße und eine dann neu zu errichtende Brücke entlang der Bahn geführt werden. Bei dieser Variante würde der Radverkehr erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den Lindenweg stoßen und somit den verkehrsintensiven Bereich an der Kreuzung zur Ahrenloher Straße meiden.

Trotz der Kritik an den Entwürfen freue sich die CDU, dass Tornesch beim Radschnellweg berücksichtigt werde, sagt der CDU-Vorsitzende Daniel Kölbl: „Wir werden uns konstruktiv einbringen und sehen auch die positiven Aspekte, zum Beispiel den Bau eines Radweges vom Gärtnerweg über die künftige K-22-Untertunnelung bis zum Kreyhorn.“ Die Vorschläge der CDU werden Thema im nächsten Umweltausschuss am 26. April sein.

( ade )

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