Verkehr

Falschfahrer auf A 23 nur durch Polizeisperre zu stoppen

Ein Falschfahrer war auf der A23 unterwegs. Die Polizei konnte ihn im Kreis Pinneberg stoppen. (Symbolbild).

Ein Falschfahrer war auf der A23 unterwegs. Die Polizei konnte ihn im Kreis Pinneberg stoppen. (Symbolbild).

Foto: Tobias Hase/dpa

Der alkoholisierte Hamburger provozierte bei Pinneberg mehrere Notrufe. Streifenwagen mussten den Mann zum Halt zwingen.

Pinneberg. Das war knapp: Nur mit einer Autobahnsperrung ist es der Polizei in der Nacht zum Sonnabend gelungen, einen Falschfahrer auf der A23 zu stoppen. Zuvor hatten mehrere Autofahrer per Notruf den Wagen auf Kamikazekurs zwischen den Anschlussstellen Pinneberg Nord und Mitte gemeldet.

Nach Polizeiangaben rückten gegen 23.55 Uhr mehrere Streifenwagen aus nördlicher und südlicher Richtung zum Einsatzort aus. Die Beamten blockierten die Fahrspuren in Richtung Heide, zudem wurden andere Autofahrer über Rundfunkdurchsagen gewarnt. Der gemeldete Falschfahrer war in einem Opel Omega unterwegs und konnte erst an der Anschlussstelle Halstenbek gestoppt werden.

Die Fahrzeugfront des Pkw war total beschädigt, die vordere Stoßstange war auf dem Hauptfahrstreifen in Höhe der Anschlussstelle Pinneberg-Süd herabgefallen. Ein Pkw BMW X 1 eines 44jährigen Fahrers aus dem Kreis Steinburg wurde dadurch beschädigt.

Bei der anschließenden Überprüfung stellten die Beamten bei dem 54-jährigen Opel-Fahrer aus Hamburg starken Alkoholgeruch fest, eine Atemmessung ergab einen Wert von 1,53 Promille. Die Entnahme einer Blutprobe führte ein Arzt auf der Wache durch. Der Führerschein ist von der Polizei beschlagnahmt worden.

Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird auf etwa 7000 Euro eingeschätzt. Die Autobahnpolizei Elmshorn hat die Ermittlungen gegen den Hamburger aufgenommen und bittet geschädigte Verkehrsteilnehmer oder Zeugen, sich unter 04121 / 40920 zu melden.

Der Falschfahrer muss sich wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworteen. Die Fahrerlaubnis dürfte für längere Zeit weg sein.

( nib )

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