Kreis Pinneberg

Rellingens Jugend organisiert sich für mehr Mitsprache

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„Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine feste Stimme in der Gemeinde haben“, sagt Rellingens Bürgermeister Trampe.

„Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine feste Stimme in der Gemeinde haben“, sagt Rellingens Bürgermeister Trampe.

Foto: Katja Engler

Wahl eines Kinder- und Jugendbeirates für die Gemeinde steht bevor. Im November wird abgestimmt.

Rellingen. Die formellen Hürden sind genommen, die Satzung ist geschrieben: Die Gemeinde Rellingen steht kurz davor, zum ersten Mal einen Kinder- und Jugendbeirat zu wählen. Das Gremium soll der Stimme der Jugend politisch mehr Gewicht verleihen. Bürgermeister Marc Trampe informierte jetzt bei einem virtuellen Gespräch über die Absicht der örtlichen Jugend.

Kinder und Jugendliche, so der allgemeine Eindruck, haben sich in der Vergangenheit eher wenig eingebracht, ihre Belange sind entsprechend wenig berücksichtigt worden. Das soll sich nun mit dem Gremium nachhaltig ändern.

Schon seit 2019 engagieren sich neun Kinder aus Rellingen und Jugendliche, die dort ihren Lebensmittelpunkt haben, für die Interessen ihrer Altersgenossen – nur die politische Legitimation steht noch aus. Die Wahlen sind auf den 15. bis 20. November dieses Jahres terminiert, „wir möchten Briefwahl, aber es sollen auch in den Schulen Wahlurnen aufgestellt werden“, sagt Jacob Stocker, ein engagierter Schüler.

Die Anerkennung der Arbeit sei durch die Idee der Gründung eines Kinder -und Jugendbeirates deutlich gestiegen, sagt Daniel Mietz von der Ortsjugendpflege. Das führe dazu, „dass Kinder und Jugendliche bei Themen, die sie betreffen, auch gehört werden“, sagt Mietz. Bereits am Ortsentwicklungskonzept haben sich Jugendliche mit eigenen Vorschlägen beteiligt. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine feste Stimme in der Gemeinde haben“, sagt auch Bürgermeister Trampe. „Mein Ziel ist, dass sie sich anhand konkreter Projekte wie der Sportanlage einbringen mit dem, was ihnen unter den Nägeln brennt. Ich stehe da auch persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung.“

Eines der Herzensprojekte in diesen schwierigen Corona-Zeiten ist der sogenannte Pumptrack. Eine Strecke auf freiem Gelände, auf der mit Mountainbikes, BMX-Rädern, Scootern, Skateboards, Laufrädern und sogar Inlineskates umhergefahren werden kann – über Hürden, Wellen und Rampen oder um scharfe Kurven. Der Pumptrack ist aus der Idee zu einem Dirt Park entstanden, weil er vielfältiger nutzbar und weniger pflegeintensiv ist. Er soll in der Nähe der Caspar Voght Schule gebaut werden, Baustart voraussichtlich im Herbst, Fertigstellung mit Glück Anfang 2022.

Außerdem wünscht sich die Jugend bessere Radwege und mehr Bäume. Die Erwachsenen halten sich betont zurück. „Jugendliche brauchen ein Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung“, sagt Mietz. Infos und Mitmachmöglichkeiten unter: kjb@rellingen.de.

( eng )

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