Kreis Pinneberg

Inzidenz bei 111,4: Kreis verschärft Corona-Regeln

Mit einem Schild mit der Aufschrift "Click & Collect" wirbt ein Modegeschäft für die Abholung bestellter Ware (Symbolbild).

Mit einem Schild mit der Aufschrift "Click & Collect" wirbt ein Modegeschäft für die Abholung bestellter Ware (Symbolbild).

Foto: Friso Gentsch / dpa

Gesundheitsamt meldet am Montag 32 neue Corona-Fälle im Kreis. Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen.

Kreis Pinneberg. Der Trend ist ungebrochen: Am Montag meldete das Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg 32 Neuinfektionen mit dem Coronavirus – 15 mehr als am Montag der Vorwoche. Damit steig die Sieben-Tage-Inzidenz auf 111,4. Die meisten bestätigten Fälle wurden aus Elmshorn (11) und Barmstedt (6) gemeldet.

Wegen dieser besorgniserregenden Zahlen werden im Kreis Pinneberg zunächst vom 1. bis 11. April die Maßnahmen verschärft. Laut Kreisverwaltung ereigne sich „ein auffallend großer Anteil der Infektionen innerhalb der Familie, im privaten Umfeld oder am Arbeitsplatz“. Inzwischen sind 24 Schulen und acht Kitas von Viruseinträgen betroffen – zumeist mit der britischen Corona-Mutation. Ergebnis: Die Infektionszahlen steigen, dieser Trend werde anhalten. „Dem gilt es jetzt entschlossen entgegenzutreten. Es ist wichtig, jetzt schnell die weiteren familiären Kontakte – gerade über Ostern – einzuschränken“, so Landrätin Elfi Heesch. „Weihnachten haben wir andersherum argumentiert. Die Konsequenzen haben wir im Januar zu spüren bekommen. Dazu soll es über Ostern nicht kommen. Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen.“

Das bedeutet: Treffen dürfen sich nur noch Personen eines Haushalts mit maximal einer anderen Person. Der Einzelhandel stellt auf „click&collect“ um. Bis auf Friseure und Nagelstudios dürfen körpernahe Dienstleistungen nur noch mit negativen Corona-Tests der Kunden erbracht werden. Kultur- und Freizeiteinrichtungen schließen, Sport ist nur noch in der Familie oder in festen Fünfergruppen draußen erlaubt. Die Kita-Notbetreuung erfolgt maximal in festen Zehnergruppen. Die Schulen haben ohnehin Osterferien.

( nib )

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