Kreis Pinneberg

Halstenbeks SPD ist gegen Ausbau der A 23

Die A 23 bei Nacht. Halstenbeks SPD ist gegen den Ausbau der Autobahn (Symbolbild).

Die A 23 bei Nacht. Halstenbeks SPD ist gegen den Ausbau der Autobahn (Symbolbild).

Foto: Ingeborg Knol / picture alliance / imageBROKER

SPD-Fraktionschef Christoph Bittner will alternativ den Schienenengpass Pinneberg-Elmshorn beseitigen.

Halstenbek.  Statt den Fokus auf den Ausbau der A23 zu legen, plädieren Halstenbeks Sozialdemokraten für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. Der Schienenengpass Pinneberg-Elmshorn müsse schnell beseitigt werden. Zudem solle die S3 bis Pinneberg auch an Abenden und an Wochenenden im 10-Minuten-Takt verkehren.

Am geplanten sechsspurigen Ausbau der A 23 sparen die Sozialdemokraten nicht mit Kritik. Fraktionsvorsitzender Christoph Bittner erklärt: „Wir sind von der Notwendigkeit der Maßnahme nicht überzeugt. Die vorliegende Verkehrsschätzung der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH für das Jahr 2030 geht selbst ohne Ausbau von einer gegenüber heute zurückgehenden Verkehrsbelastung der A23 aus. Warum dann also der Ausbau?“

Hintergrund für diese Prognose sei die erwartete Fertigstellung der Ostseeautobahn A 20 mit Elbquerung bei Glückstadt, ein Projekt, das geeignet ist, den Verkehr im Hamburger Stadtgebiet und im Umland zu reduzieren. „Zudem soll die A 23 lediglich bis Eidelstedt erweitert werden. Die morgendlichen Staus in Richtung Hamburg sind aber vor allem Rückstaus vom Dreieck Nordwest.“ Zudem müssen die direkten Auswirkungen für die Halstenbeker Bürgerinnen und Bürger betrachtet werden: Sollten ab 2030 die Bauarbeiten zur Erweiterung der Autobahn beginnen, dann wären auch die Autobahnbrücken im Ort und in Krupunder zu erneuern. Der Verkehr würde sich während der Bauzeit maßgeblich in die Wohnstraßen verlagern. Hinzu kämen Enteignungen oder gar der Abriss von Häusern, die unmittelbar an der Autobahn gelegen sind. Eine Fertigstellung der Maßnahme wäre nicht vor 2040 zu erwarten. In 20 Jahren würden sich aber die Mobilitätsanforderungen im Zuge von Verkehrswende und Home Office deutlich verändert haben.

( HA )

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