Kreis Pinneberg

Betrug: Falscher Arzt fordert Geld für Corona-Behandlung

Eine neue Form des Enkeltricks ist im Kreis Pinneberg aufgefallen: Ein falscher Arzt wollte Geld für ein Corona-Medikament. Die Polizei rät zur Vorsicht. (Symbolbild)

Eine neue Form des Enkeltricks ist im Kreis Pinneberg aufgefallen: Ein falscher Arzt wollte Geld für ein Corona-Medikament. Die Polizei rät zur Vorsicht. (Symbolbild)

Foto: Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand / picture alliance/dpa

Neuer Enkeltrick: Kriminelle geben sich als Mediziner aus, um am Telefon Geld für Covid-Arznei zu erbeuten. Polizei ermittelt.

Barmstedt. Ein dreister Betrugsversuch hat sich am Donnerstag in Barmstedt ereignet. Wie die Polizei mitteilt, hat ein "falscher Arzt" versucht, Geld von einer Senioren zu erbeuten, indem er ihr weismachen wollte, dass ihre Enkelin mit einer Corona-Infektion im Sterben liegen würde.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand erhielt die 65-Jährige einen Anruf eines vermeintlichen Arztes eines Hamburger Krankenhauses. Der Kriminelle erzählte der Frau, ihr Enkelkind liege mit einer Covid-19-Erkrankung im Sterben.

Täter forderte Geld für Medikament

Zur Behandlung wäre ein teures Medikament aus Berlin nötig, das eingeflogen werden müsse. Die Kosten würden sich auf einen unteren fünfstelligen Betrag belaufen und müssten von ihr übernommen werden.

Nur durch das umsichtige Verhalten der Rentnerin kam es zu keinem Vermögensnachteil. Die Frau kontaktierte sofort ihre Kinder und erfuhr, dass sich ihr Enkelkind bester Gesundheit erfreue.

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Betrug: Am Telefon nicht auf Geldforderungen eingehen

In Deutschland häufen sich aber die Fälle, in denen vorwiegend ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern werden. Ziel der Betrüger ist, das Vertrauen der Opfer mit erfundenen Geschichten zu erschleichen oder sie als vermeintliche in Not geratene Angehörige unter Druck zu setzen.

In diesem Fall hat die Kriminalpolizei in Elmshorn die Ermittlungen aufgenommen und rät zu höchster Wachsamkeit. Am Telefon sollte niemand auf Geldforderungen eingehen. Stattdessen sollten sich Betroffene wenn möglich Telefonnummer und Namen des Anrufers für die Polizei notieren.

( nib )

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