Rellingen

Neue Pläne für Fläche am Hermann-Löns-Weg

Neil Lange von der Bürgerinitiative „Kein Gewerbegebiet am Hermann-Löns-Weg“ vor dem umstritten Rellinger Areal.

Neil Lange von der Bürgerinitiative „Kein Gewerbegebiet am Hermann-Löns-Weg“ vor dem umstritten Rellinger Areal.

Foto: Thomas Pöhlsen

Schule, Gewerbe, Knick-Erhalt: Was statt eines Möbellagers am Rellinger Kreisel entstehen soll.

Rellingen.  Nach den großen Bürgerprotesten haben Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Kein Gewerbegebiet am Hermann-Löns-Weg“, der Verwaltung sowie der politischen Fraktionen rund eineinhalb Jahre lang über die Neugestaltung des Bebauungsplans 72 am Kreisel in Rellingen beratschlagt. Jetzt ist „ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Viel Detailarbeit folgt“, sagt Bürgermeister Marc Trampe.

Entstanden ist der Entwurf eines Konzeptes, das unterschiedliche Nutzungen vorsieht. Zuvor sollte dort ausschließlich Gewerbe entstehen. Auch der Investor wurde beteiligt. Neben einem Gewerbegebiet sollen jetzt zwei Mischgebiete verwirklicht werden. Zudem ist die Realisierung des Neubaus der Erich Kästner Schule und eine zusätzliche Sporthalle geplant. Dazu befindet sich die Gemeinde mit dem Eigentümer in Kaufvertragsverhandlungen. Der Erhalt des Knicks, der durch die Fläche läuft, ist fester Bestandteil des Konzepts.

Der Entwurf ist nun Grundlage für den Wiederbeginn des Planverfahrens. Dazu wurde in der Sitzung des Bauausschusses ein neuer Planaufstellungsbeschluss gefasst. Als nächste Schritte finden die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit und der Fachbehörden statt. Wie die Öffentlichkeit in der aktuellen Pandemie-Situation beteiligt wird, wird noch abgestimmt. „Der Konzeptentwurf stellt einen Kompromiss für alle Seiten dar“, erläutert Bürgermeister Marc Trampe. „Es hat sich eine konstruktive Zusammenarbeit entwickelt, die jetzt Grundlage für das offizielle Planverfahren ist. Eine hohe Transparenz ist für alle Beteiligten elementar“.

„Der erarbeitete Entwurf ist ein Zwischenschritt“, erklären die Sprecherinnen der Bürgerinitiative, Carina Bode und Silvia Schmidt. Der Runde Tisch werde auch künftig überall einbezogen. Viele Fragen seien weiter unklar, und der Konzeptentwurf entspreche nicht voll den Wünschen der BI, so Bode und Schmidt.

( eng )

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