Pandemie

Corona: Zahl der Mutationen steigt – mehr Tests an Schulen

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Wie bundesweit werden auch die Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff im Kreis Pinneberg vorübergehend gestoppt. (Symbolbild)

Wie bundesweit werden auch die Impfungen mit dem Astrazeneca-Wirkstoff im Kreis Pinneberg vorübergehend gestoppt. (Symbolbild)

Foto: JOEL SAGET / AFP

Mehr neue Fälle am Montag im Kreis Pinneberg. Inzidenz steigt leicht. Impfungen mit Astrazeneca gestoppt.

Kreis Pinneberg.  Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Montag im Kreis Pinneberg erneut leicht gestiegen. Mit 18 neuen Fällen ist im Vergleich zum Montag der Vorwoche eine Neuinfektion mehr registriert worden. Die meisten Neuinfektionen gab es in Elmshorn (6). Am Wochenende, als mit 78 neuen Fällen ein sehr hoher Wert erreicht wurde, kamen die meisten Neuinfektionen aus Pinneberg (12) und Elmshorn (14). Die Sieben-Tage-Inzidenz ist mit 63,9 am Montag leicht gestiegen.

Um die Ausbreitung der Virusvariante B 1.1.7, die inzwischen 150-mal im Kreis nachgewiesen worden ist, im Blick zu behalten, können sich Lehrer und Erzieher neben den zweimal wöchentlich angebotenen Antigen-Schnelltests nun auch per PCR testen lassen.

600 PCR-Tests pro Woche

In den kommenden vier Wochen stünden wöchentlich 600 dieser Tests zur Verfügung. In der vergangenen Woche war es an vier Schulen und in zwei Kitas in Elmshorn, Pinneberg, Wedel und Tornesch zu Corona-Fällen gekommen. Zwei Kinder und ein Erwachsener hatten dabei die neuartige Variante.

„Diese bislang einzelnen Vorkommen, sind noch ganz gut eingrenzbar“, sagt Dr. Angelika Roschning, Leiterin des Gesundheitsamtes. Insgesamt ist allerdings zu beobachten, dass die Fallzahlen wieder steigen. Am Wochenende ist die 50er-Inzidenz im Kreis wieder überschritten worden.

Impfstopp mit Astrazeneca

„Es war zu erwarten, dass mit zunehmenden Kontakten auch die Infektionszahlen wieder steigen. Ich erwarte zudem, dass mit den zunehmenden Testangeboten die Inzidenzen noch weiter ansteigen werden. Daraus kann jedoch der nicht unbedingt eine Verschärfung der Pandemielage abgeleitet werden. Auch andere Faktoren wie die Anzahl der Hospitalisierungen, die Beanspruchung der Intensivkapazitäten durch Covid-Patienten oder die Sterblichkeit sind wichtige Aspekte zur Beurteilung der Pandemielage“, schätzt Landrätin Elfi Heesch.

Ein weiterer Dämpfer erreichte am Montag den Kreis: Nachdem das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bundesweit den vorübergehenden Stopp von Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff des Astrazeneca-Konzerns empfohlen hat, wird das Serum auch in Pinneberg nicht mehr verimpft.

327 aktuelle Infektionen

Alle Termine in den beiden Impfzentren des Kreises wurden storniert. Bekanntlich war es zu schwerwiegenden thrombotischen Ereignissen nach der Impfung mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca gekommen. Es handelt sich um eine sehr seltene Hirnvenen-Thrombose.

Seit Pandemiebeginn haben sich im Kreis Pinneberg bisher 7822 Menschen mit dem Virus infiziert. 801 von ihnen mussten deswegen im Krankenhaus behandelt werden, 318 sind an der Infektion gestorben. Akut gelten 327 Menschen als infiziert, 7177 als genesen.

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