Elmshorn

Rangelei mit Polizisten – AfD-Politiker wittert Skandal

Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen (Symbolfoto).

Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen (Symbolfoto).

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Am Rande einer nicht angemeldeten Demo ist ein Mann mit der Polizei aneinandergeraten – AfD-Kreischef verbreitet Video.

Elmshorn.  Die Polizei spricht von einem Vorkommnis am Rande einer nicht angemeldeten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in Elmshorn. Die AfD dagegen behauptet demgegenüber, die Beamten hätten einen harmlosen Passanten behelligt und zu Boden geworfen. Ein Video der Polizeiaktion hat AfD-Kreischef Michael Poschart auf die Facebook-Seite seiner Partei gestellt. Vonseiten der Beamten wird geprüft, ob diese Veröffentlichung einen Straftatbestand darstellt.

Laut Polizeiangaben hatten sich am Montagabend gegen 18 Uhr 17 Personen am Alten Markt eingefunden, um gegen die Corona-Politik der Bundesregierung zu protestieren. Angemeldet worden sei die Kundgebung nicht. An diesem Ort in der Fußgängerzone gilt von 10 bis 18 Uhr eine Maskenpflicht. Zum Zeitpunkt der Demonstration galt sie nicht mehr.

Mehrere Demonstranten hätten Abstand nicht eingehalten

Allerdings hätten die Teilnehmer die geltenden Abstandsregeln einhalten müssen. Dagegen haben nach Ansicht der Beamten gleich mehrere Personen verstoßen. Die Polizisten wollten diese Verstöße ahnden und die Personalien feststellen. Zu diesem Zeitpunkt habe der 53-jährige Mann aus dem Kreis Schleswig-Flensburg – offensichtlich ein Teilnehmer der Demonstration – eingegriffen und die Beamten lautstark verbal beleidigt. Die wollten daraufhin seine Personalien feststellen.

Zu dem Zeitpunkt setzt das Video ein, das offenbar von einer Frau gedreht wurde. Die Beamten drohen dem Mann eine Durchsuchung zur Personalienfeststellung an, der geht daraufhin mit den Beamten aneinander, die ihn zu Boden werfen. Nach kurzer Rangelei beruhigt sich der 53-Jährige wieder und folgt den Polizisten zum Streifenwagen. Er muss sich jetzt wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

(  kol )

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