Kreis Pinneberg

SPD-Landtagsabgeordnete fordert Millionen für Radwege

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Beate Raudies (v. r.), Gerlinde Böttcher-Naudiet und Detlev Witthinrich-Kohlschmitt auf dem maroden Radweg an der L 100.

Beate Raudies (v. r.), Gerlinde Böttcher-Naudiet und Detlev Witthinrich-Kohlschmitt auf dem maroden Radweg an der L 100.

Foto: KITTY HAUG / Kitty Haug

Beate Raudies macht sich für Sanierung der maroden Strecke entlang der L 100 zwischen Elmshorn und Horst stark.

Elmshorn/Horst .  Schlaglöcher, tiefe Pfützen, Bodenwellen: Der Radweg entlang der L 100 zwischen Elmshorn und Horst ist in einem erbärmlichen Zustand. Ein Schild weist seit langer Zeit auf die schadhafte Strecke hin. Grund für die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies, erneut eine Anfrage ans Verkehrsministerium zu stellen und nach konkreten Sanierungsplänen zu fragen. „Seit einem Dreivierteljahr beschäftige ich mich mit diesem Radweg“, sagt Raudies. Die Antwort auf ihre Kleine Anfrage an Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) im November 2020 ergibt, „alles sei tippitoppi mit den Fahrradwegen in Schleswig-Hostein. Und eine Sanierung des Radweges kann nur in Verbindung mit der Sanierung der Landesstraße erfolgen“, sagt sie.

Von einer Elmshorner Seniorin ist die Politikerin auf den maroden Radweg aufmerksam gemacht worden. Martha Petersen sei nicht mehr so gut zu Fuß und daher auf einen E-Scooter angewiesen. Sie möchte gern mobil bleiben und in die Elmshorner Innenstadt fahren für Einkäufe, Treffen mit Freunden und Familie und Arztbesuche. Dazu würde sie gern den Radweg an der L 100 nutzen. „Das ist nicht möglich. Der Weg ist in einem so schlechten Zustand, dass die Seniorin mit ihrem Scooter gestürzt ist“, berichtet Raudies.

Schulkinder und Berufspendler nutzen den Radweg

Doch nicht nur für Menschen mit Handicap gleicht das Fahrradfahren teilweise einem Hindernislauf auf zwei Rädern. Viele Schulkinder und Radler aus Horst oder Kiebitzreihe nutzen den drei Kilometer langen Weg zu den weiterführenden Schulen oder ihrer Arbeitsstelle in Elmshorn. Er ist auch beliebt bei Freizeitradlern.

Kosten für die Sanierung des Weges sind Raudies nicht bekannt. Im Landeshaushalt 2021 sollten zusätzliche 27 Millionen Euro in den Bau und Erhalt von Radwegen fließen, so die Forderung der Landtagsabgeordneten.

Alternative und Ergänzung zu Auto, Bus und Bahn nötig

Unterstützt bei der Forderung an die Landesregierung wird Raudies von der Sozialdemokratin Gerlinde Böttcher-Naudiet aus Horst sowie dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden in Elmshorn, Detlef Witthinrich-Kohlschmitt. „Auch wir fordern das Land auf, hier etwas zu tun“, sagt er.

„Wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollen, müssen wir eine gute Alternative oder Ergänzung zu Auto, Bus und Bahn finden – und zwar ohne Schlaglöcher“, sagt Böttcher-Naudiet. Und damit nicht genug: Die SPD-Fraktion Horst beantragt zudem, dass die Gemeinde sich dem Radschnellweg durch den Kreis Pinneberg anschließt. Geplant ist ein Weg für den direkten Weg nach Hamburg, eine Route, die von Elmshorn über Tornesch und Halstenbek in die Hansestadt führt und an die dortigen Radwegnetze angeschlossen werden soll. 2025 soll die Strecke fertig sein.

( kil )

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