Wettbewerb

Pinneberg: Jungforscher entwickeln "die digitalisierte Hand"

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Zu den Erstplatzierten bei Jugend forscht im Fachgebiet Technik gehören Kevin Hockel (19, v. l.), Kim Krüger (20) und David Drabe (18) aus Wedel und Appen mit ihrem Projekt „Die digitalisierte Hand“.

Zu den Erstplatzierten bei Jugend forscht im Fachgebiet Technik gehören Kevin Hockel (19, v. l.), Kim Krüger (20) und David Drabe (18) aus Wedel und Appen mit ihrem Projekt „Die digitalisierte Hand“.

Foto: Privat

Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Pinneberg sind erfolgreich bei „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“.

Elmshorn. Kevin Hockel (19), Kim Krüger (20) und David Drabe (18) aus Wedel und Appen haben einen Handschuh entwickelt, mit dem Nutzer realitätsgetreue Schulungen oder Virtual-Reality-Spiele erleben können. Mit ihrem Projekt „Die digitalisierte Hand“ gehören sie zu den Erstplatzierten bei „Jugend forscht“ im Fachgebiet Technik.

Virtual Reality: Jungforscher entwickeln digitalisierte Hand

„Dieses Thema haben wir uns ausgesucht, da wir Virtual Reality sehr spannend finden und uns gefragt haben, wie wir dieses Erlebnis realistischer darstellen können. Besonders gefallen an der Forschungsarbeit hat uns der Einblick in die VR-Programmierwelt und das Arbeiten im Team“, so die Jungforscher.

Die Nordakademie hat zum achten Mal als Pate den Regionalwettbewerb Elmshorn von „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ ausgerichtet. Erstmals fand die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie in virtueller Form statt. 39 Kinder und Jugendliche präsentierten ihre Projekte digital der Expertenjury. Dabei holten auch junge Tüftler aus dem Kreis Pinneberg viele vordere Plätze.

Sensor zählt Personen und schaltet das Licht ein

Peer Müller (14) von der Theodor-Heuss-Schule in Pinneberg erreichte mit seinem Projekt „Automatische Lichtsteuerung mit Personenzähler“ beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ in der Technik-Sparte den Regionalsieg. Er entwickelte ein Gerät, das in Abhängigkeit der Personen, die sich im Raum befinden, automatisch das Licht ein- und ausschaltet.

Einen Wasserspender für ihre Klasse baute Jasmin Häggrist von der Klaus-Groth-Schule in Tornesch. Sie erreichte in der Kategorie Technik von „Schüler experimentieren“ den zweiten Platz. „Um mir den Wasserstand anzeigen zu lassen, habe ich einen Arduino (ein einfacher, programmierbarer Computerprozessor, Anm. d. Red.), einen Ultraschallsensor und ein LCD-Display verwendet. Weil mein Spender später auch richtig schön aussehen sollte, habe ich versucht, mit einem 3D-Drucker ein Gehäuse zu drucken. Da dies scheiterte, habe ich das Gehäuse dann später doch aus Holz gemacht“, sagt die 14-Jährige.

Das E-Go-Kart von 2020 verbessert

Falko Rank (16) und Steffen Schwampe (15), die ebenfalls die Klaus-Groth-Schule in Tornesch besuchen, haben ihr E-Go-Kart, ein elektrisch betriebenes Go-Kart, mit dem sie bereits 2020 angetreten sind, weiterentwickelt und wurden für das E-Go-Kart Model S mit dem dritten Preis in der Kategorie Technik von Jugend forscht belohnt. „Wir haben die Probleme aus dem letzten Jahr behoben und Verbesserungen wie ein Solarpanel zum autarkem Aufladen der Akkus hinzugefügt. Außerdem mussten wir dann unsere ganze Elektronik erneuern und haben das auch direkt für ein eleganteres Kabelmanagement genutzt.“

Neben dem Forschernachwuchs aus dem Kreis Pinneberg konnten sich Jugendliche von den Schulen Gymnasium Harksheide (Norderstedt), Max-Planck-Schule (Kiel), Internat Louisenlund (Güby), Elly-HeussKnapp-Schule (Neumünster) und Heinrich-Heine-Schule (Heikendorf) über Regionalsiege freuen.

„Alle haben gewonnen, nicht nur die Sieger“

„Mit ihrer Arbeit wirken sie an der Gestaltung unserer Zukunft mit“, sagt Hochschulpräsidentin Kerstin Fink in ihrem Grußwort an die Teilnehmer des Wettbewerbs. Festrednerin Gabriele Romig vom Bildungsministerium des Landes Schleswig-Holstein lobte den Einsatz der Jugendlichen: „Gewonnen habt ihr alle, auch wenn nicht alle zu den Regionalsiegern gehören. Ihr habt durch eure Teilnahme an diesem anspruchsvollen Wettbewerb wertvolle Forschungserfahrung gesammelt.“

Die 56. Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto „Lass Zukunft da!“. Das soll Kinder und Jugendliche ermuntern, Verantwortung für die Gestaltung des Planeten zu übernehmen. Trotz der erschwerten Bedingungen haben die 39 jungen Forscher aus Bargteheide, Glückstadt, Güby, Heikendorf, Kiel, Mönkeberg, Neumünster, Norderstedt, Pinneberg, Rendsburg, Tornesch und Wedel intensiv an ihren Projekten gearbeitet.

Die Jury prämierte in den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geound Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Die Sieger der Regionalebene qualifizierten sich für den Landeswettbewerb.

( ade )

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