Quickborn-Renzel

Schornstein brennt - Feuerwehr rettet Reetdachhaus

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Arne Kolarczyk
Die Feuerwehr in Quickborn verhinderte, dass der Schornsteinbrand auf das reetgedeckte Dach des alten Bauernhauses übergreift.

Die Feuerwehr in Quickborn verhinderte, dass der Schornsteinbrand auf das reetgedeckte Dach des alten Bauernhauses übergreift.

Foto: Feuerwehr Quickborn

Zwei Meter hohe Flammen schlagen aus dem Schornstein. Feuerwehr setzt das Reet unter Wasser, um ein Übergreifen zu verhindern.

Quickborn. Einem aufmerksamen Nachbarn und dem schnellen Einsatz der Feuerwehr ist es zu verdanken, das am Donnerstagabend in Quickborn ein Reetdachhaus gerettet werden konnte. In dem Gebäude an der Pinneberger Straße im Ortsteil Renzel war es zu einem Schornsteinbrand gekommen. Zwei Meter hohe Flammen schlugen aus dem Schornstein und drohten, das Reetdach des Hauses in Brand zu setzen.

Gegen 19.55 Uhr hatte ein Nachbarn den Schornsteinbrand bemerkt, sofort die Hausbewohner gewarnt und die Feuerwehr alarmiert. Wehrführer Wido Schön, der auch die Einsatzleitung übernahm, traf zuerst an der Einsatzstelle ein. Er legte den Fokus auf den Schutz des Reetdachs. Von der Drehleiter und von zwei Löschfahrzeugen aus setzten die Einsatzkräfte das Reet unter Wasser, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Das gelang zum Glück auch.

Parallel dazu kontrollierten die Einsatzkräfte laufend die Wärmeentwicklung des Schornsteins. Entsprechend einem mit den Nachbarwehren abgestimmten Konzept wurde zusätzlich eine Atemschutznotfallstaffel von der Feuerwehr Hasloh alarmiert. Diese steht bei größeren Einsätzen in Rufbereitschaft, um im Falle eines Notfalles bei den eingesetzten Atemschutztrupps sofort Hilfe leisten zu können. Dies wurde glücklicherweise nicht erforderlich.

Unter den Hasloher Kräften befand sich auch der örtliche Wehrführer Thomas Krohn, der im Hauptberuf Schornsteinfeger ist. Er übernahm das in diesem Fall notwendige Kehren des Schornsteins. Im Anschluss erlosch das Feuer. Nach etwa 90 Minuten war der Einsatz für die Feuerwehr beendet, die 45 Kräfte aus Quickborn und acht aus Hasloh zusammengezogen hatte.

Laut Polizeiangaben gibt es noch keine Hinweise auf die Ursache des Schornsteinbrands. Die Hausbewohner blieben unverletzt, ein Schaden am Gebäude entstand nach Angaben der Beamten nicht. Der Feuerwehreinsatz hatte zumindest für Autofahrer Konsequenzen: Die Pinneberger Straße (L 76) musste für die Arbeiten etwa 90 Minuten voll gesperrt werden.

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