Umweltfrevel in Barmstedt

Glaswolle und Fliesenreste an Containerstandort entsorgt

Arne Kolarczyk
Zwölf Kunststoffsäcke mit Altlasten hat die Polizei an der Barmstedter Seestraße sichergestellt. 

Zwölf Kunststoffsäcke mit Altlasten hat die Polizei an der Barmstedter Seestraße sichergestellt. 

Foto: Polizeidirektion Bad Segeberg

Zwölf Kunststoffsäcke mit Altlasten stellt die Polizei an der Seestraße sicher. Täter handeln möglicherweise aus Unwissenheit

Barmstedt. Direkt neben den Glascontainern haben Unbekannte in Barmstedt zwölf Kunststoffsäcke abgelegt, die Glaswolle und Fliesenreste enthielten. Die Polizei ermittelt wegen einer unzulässigen Abfallentsorgung. Tatort ist der Wertstoffplatz an der Seestraße.

Die Beamten halten den Umweltfrevlern zugute, dass sie möglicherweise aus Unwissenheit handelten. Allerdings ist ihr Handeln unter Umständen gesundheitsschädlich - und zwar für die Täter selbst. Denn Mineralwolle, die vor 1995 hergestellt wurde, kann krebserregend sein. Daher darf sie nur unter Schutzkleidung entnommen werden. Für ihre Entsorgung gelten spezielle Regeln. Wiederum ist Schutzkleidung anzulegen, die Entsorgung muss in Spezialsäcken oder Containern erfolgen - und zwar bei einem Wertstoffhof oder durch eine Entsorgungsfirma.

Hinweise zu den Tätern werden von den Ermittlern unter Telefon 04121/40 920 entgegengenommen.

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