Pandemie

Wenige neue Corona-Fälle drücken Inzidenz auf 155,4

| Lesedauer: 2 Minuten
Eine Person wird im Impfzentrum von einem Notfallsanitäter des DRK mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. Nach und nach werden gerade Menschen in Deutschland geimpft. (Symbolbild)

Eine Person wird im Impfzentrum von einem Notfallsanitäter des DRK mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer gegen das Coronavirus geimpft. Nach und nach werden gerade Menschen in Deutschland geimpft. (Symbolbild)

Foto: Friso Gentsch / dpa

Lage im Kreis Pinneberg scheint sich zu entspannen. Verschärfte Maßnahmen werden dennoch beibehalten.

Kreis Pinneberg.  Mit nur 30 neuen Covid-19-Fällen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Pinneberg am Montag so niedrig gewesen wie seit Wochen nicht mehr. Das Gesundheitsamt meldete 23 Infektionen weniger als am Montag vor einer Woche. Damit sank auch die Inzidenz im Kreis auf einen Wert von 155,4.

Während neun neue Krankenhauspatienten wegen einer Corona-Infektionen registriert wurden, sind abermals sechs Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Davon stammen fünf aus Altenheimen, ein Verstorbener erlag dem Lungenleiden Zuhause. Auch wegen der anhaltend hohen Sterblichkeit werden die verschärften Corona-Maßnahmen um eine Woche verlängert. „Wir sind zwar auf einem guten Weg“, so Landrätin Elfi Heesch, „dennoch ist die Situation weiter ernst.“ Der Inzidenzwert liege einige Tage unterhalb der Grenze von 200. „Jetzt allerdings schon Maßnahmen zurückzunehmen und die Beschränkungen zu lockern, lässt die Rechtslage nicht zu“, so die Kreisverwaltung. Maßgeblich sei der Erlass der Landesregierung.

Im Kreis werden nun auch die täglichen Tests in den Altenheimen verpflichtend. Zuvor handelte es sich um eine Soll-Vorschrift. Die Infektionen werden laut Kreisverwaltung nämlich häufig von außen in die Pflegeeinrichtungen hineingetragen. Bis Freitag wurden im Kreis schon 3586 Erstimpfungen bei Bewohnern und dem Personal in den Pflegeeinrichtungen vorgenommen. 261 der Erstgeimpften haben auch eine zweite Impfung erhalten. Die mobilen Impfteams waren inzwischen in 39 der 43 Pflegeheime.

In die Entscheidung zur Verlängerung der verschärften Corona-Maßnahmen, zu denen weiterhin die Sperrung der Naherholungsgebiete zählt, seien neben der Inzidenz auch die jüngst aufgetretenen Fälle von Virusmutationen eingeflossen. Zuletzt waren am Donnerstag zwei Fälle der britischen Mutation bestätigt worden. Am Wochenende ist ein weiterer Fall der Mutation aus Portugal verifiziert worden.

In der vergangenen Woche gab es kreisweit 491 Neuinfektionen, als aktiv gelten derzeit 769 Fälle. Seit Pandemiebeginn haben sich 6661 Menschen aus dem Kreis Pinneberg mit dem Virus infiziert, 207 Covid-Patienten sind seither gestorben.

( nib )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Pinneberg