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Präventionsunterricht der Polizei jetzt auch online

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Arne Kolarczyk
Nico Möller leitet das Pilotprojekt für digitalen Unterricht der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Nico Möller leitet das Pilotprojekt für digitalen Unterricht der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Foto: Polizeidirektion Bad Segeberg / Polizei Segeberg

Weil die Experten der Polizei dank Corona zurzeit nicht mehr in die Schulen kommen können, erfolgt dieser Unterricht jetzt digital.

Kreis Pinneberg. Wegen Corona können die Präventionslehrer der Polizei nicht mehr in die Klassen kommen. Und durch die aktuellen Schulschließungen würde dieser besonderen Unterrichtsform das vorläufige Aus drohen. Damit es nicht dazu kommt, hat die Polizeidirektion Bad Segeberg, zuständig für die Landkreise Pinneberg und Segeberg, ein Pilotprojekt gestartet. Es heißt "Digitaler Unterricht - Prävinare der Polizei" und soll dazu beitragen, den Präventionsunterricht zumindest vorläufig ins Internet zu verlagern.

Intensive Wochen der Vorbereitung liegen hinter den Verantwortlichen. So mussten die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um digitalen Unterricht möglich zu machen. Es galt, den Bedarf festzustellen und verschiedene Videokonferenzsysteme auszuprobieren, um möglichst ideale Rahmenbedingungen für das Projekt zu schaffen.

"Wir bieten mit dem Pilotprojekt in dieser besonderen Zeit wichtige Inhalte aus dem Bereich der Prävention an, die aufgrund der aktuellen Lage auf anderem Wege zurzeit nicht mehr vermittelt werden können. Ich bin von dieser Art der Präventionsangebote überzeugt und denke, dass es sich um die polizeiliche Prävention der Zukunft handeln wird", sagte Polizeidirektor Andreas Görs, Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Im Fokus der Präventionsexperten der Polizei stehen zunächst die Jahrgänge fünf bis sieben der weiterführenden Schulen. Hier ist der Bedarf an Themen wie beispielsweise "Medien" und "Cybermobbing" hoch. Ziel der Polizei ist es, die Kinder und Jugendlichen weiterhin über potenzielle Gefahren bei der Nutzung der neuen Medien zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, mit welchen Tricks Kriminelle dort vorgehen. Auf diese Weise soll die Medienkompetenz der Schüler gestärkt werden. "Wir wollen verhindern, dass Kinder und Jugendliche Opfer von Straftaten oder gar zu Tätern werden", sagt Polizeihauptkommissar Nico Möller, Leiter des Pilotprojektes.

Die Präventionsbeamten interagieren im Videochat mit den Schülern online und sind damit sozusagen "mittendrin" im Bereich der Mediennutzung. Das Projekt ist zunächst zeitlich und vom Umfang her begrenzt, sodass zunächst nicht alle Schulen teilnehmen können. Schulleiter, die Interesse an dem Projekt haben, sollten sich dennoch zeitnah an die zuständigen Präventionsbeamten der Polizei wenden. Nach einem technischen Testlauf in der letzten Woche ist der Online-Präventionsunterricht in dieser Woche gestartet und wird bis mindestens Ende Februar fortgesetzt - je nach Corona-Situation auch länger.

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