Pinneberg

Pinneberger Bahnhof: Im Januar wird’s laut

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Der Pinneberger Bahnhof wird saniert und umgebaut. 2021 soll der alte Fußgängertunnel dran sein.

Der Pinneberger Bahnhof wird saniert und umgebaut. 2021 soll der alte Fußgängertunnel dran sein.

Foto: Stationova DB / HA

Alter Fußgängertunnel am Pinneberger Bahnhof wird zurückgebaut. Anschließend kommen die Aufzüge für den neuen.

Pinneberg. Seit ein paar Tagen ist die neue Fußgängerunterführung am Pinneberger Bahnhof geöffnet. Jetzt hat die Deutsche Bahn angekündigt, im weiteren Verlauf der Modernisierung im ersten Quartal des kommenden Jahres Abrissarbeiten an der Betondecke des alten Tunnels durchführen zu müssen: „Im Rahmen der Arbeiten sind an den Wochenenden von Freitag, 8. Januar, bis Montag, 25. Januar, Beeinträchtigungen durch Lärm möglich“, kündigt eine Bahnsprecherin vorsorglich an. Abschließend soll der alte Tunnel mit Beton verfüllt werden.

Was weiterhin sehnlich erwartet wird, ist der Einbau der Aufzüge. Der lässt nach wie vor auf sich warten, lediglich die Schächte dafür sind fertiggestellt. Erst mit Inbetriebnahme der neuen Aufzüge, die im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgesehen ist, wird der Bahnhof barrierefrei. Menschen mit Behinderung, Kinderwagen oder Gehhilfe müssen sich bis dahin weiter über die Treppen quälen oder den Umweg durch die alte Unterführung Richtung Osterholder Allee in Kauf nehmen.

Gerade erst wurden die Wände des neuen Tunnels mit Wandpaneelen in verschiedenen Türkistönen verkleidet. Was noch fehlt, ist die Deckenverkleidung. Dort sind noch die nackten Rohre zu sehen. Die Verkleidung wird aufgrund der für die Montage benötigten Temperaturen erst im Frühjahr 2021 angebracht, sagt die Bahnsprecherin.

Seit Beginn der Bauarbeiten konnten neben der Fertigstellung der neuen Unterführung schon einige Fortschritte gemeldet werden: So wurde der Bahnsteig an den Gleisen 2 und 3 für den Regionalverkehr erhöht, an den Gleisen 4 und 5 wurde er verlängert. Laut der Deutschen Bahn sind zudem die Sanierungs- und Neubauarbeiten an den Bahnsteigdächern abgeschlossen, Gleis 4 und 5 ist neu überdacht worden, dort muss niemand mehr im Regen stehen.

Leitsystem für Sehbehinderte

Auch für Sehbehinderte wird der Bahnhof mit dem neu erstellten geriffelten Leitsystem, das sich über den gesamten Bahnhofsboden erstreckt, sicherer geworden sein.

Die Bahnsprecherin spricht von neuen „Fahrgastinformationsanlagen“, die installiert wurden, zudem seien zwischenzeitlich die Entwässerungssituation und die Sanierung analysiert worden. Trotzdem wird die Baustelle das Bahnhofsumfeld noch für einige Zeit in Anspruch nehmen: Der Abschluss der Arbeiten ist frühestens für 2023 geplant. 15 Millionen Euro soll der gesamte Umbau am Ende kosten. Von dem geplanten modernen Gebäude neben dem denkmalgeschützten Bahnhof ist bisher noch nichts zu erkennen.

Im Frühjahr sollen alle Bahnsteige mit Aufzügen zu erreichen sein. Auch Restarbeiten an den Bahnsteigen und den Bahnsteigdächern sollen dann erfolgen. Im Spätsommer kann dann der gesamte Bahnhof und der Personentunnel barrierefrei in Betrieb genommen werden.

( hspas/eng )

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