Kreis Pinneberg

Haslohs Bürgermeister zieht sich aus Politik zurück

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Burkhard Fuchs
Zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück: Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund.

Zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück: Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund.

Foto: Burkhard Fuchs

Nach 13 Jahren legt Haslohs ehrenamtlicher Rathauschef Bernhard Brummund alle seine Ämter und Mandate nieder.

Hasloh. Politisch geht eine Ära zu Ende, und auch im Rathaus waren es immerhin 13 Jahre. Der Hasloher Bürgermeister dankt ab. Ende Januar 2021 wird Bernhard Brummund nach 35 Jahren in der Kommunalpolitik und 13 Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister zurück ziehen. Er will sein Ratsmandat und das Bürgermeisteramt niederlegen.

„Mein halbes Leben bin ich in der Hasloher Kommunalpolitik tätig“, begründet der jetzt 70-Jährige diesen Schritt. „Auch wenn es nicht leicht fällt: Mein Verstand sagt mir, das sei genug, zumal es gesundheitlich schon den einen oder anderen ‚Schuss vor den Bug‘ gegeben hat.“

2007 wurde Brummund Bürgermeister von Hasloh

Der Sozialdemokrat übernahm das Amt des Bürgermeisters von seinem Amtsvorgänger Klaus Rösner am 11. Oktober 2007, als dieser plötzlich gestorben war. Wie Rösner, nach dem inzwischen eine Straße in Hasloh benannt ist, versuchte Brummund, sich in der Fluglärmschutzkommission für weniger Fluglärm über seiner Gemeinde einzusetzen. Auch der Neubau der evangelischen Kirche und die Erschließung neuer Baugebiete mitten im Dorf, die Hasloh einige Hundert zusätzliche Neubürger gebracht hat, fielen in seine 13-jährige Amtszeit.

Weniger erfolgreich war Brummund dabei, einen Frische-Verbrauchermarkt in Hasloh anzusiedeln, und für mehr Gewerbeflächen zu sorgen. Den Rücktritt im Januar hat er wohl auch deshalb so gewählt, um den Abschluss der aufwendigen Sanierung der Peter-Lunding-Schule, die in vier Jahren gut fünf Millionen Euro gekostet hat, noch als Bürgermeister zu begleiten.

Wer Brummunds Nachfolger wird ist noch unklar

Mit jetzt 70 habe er sich die Frage gestellt, ob er noch die nötige Kraft und Energie aufbringen könne, die Aufgabe des Bürgermeisters wahrzunehmen, sagt Brummund. Der stellvertretende Schulleiter im Ruhestand gehörte zuvor einige Jahre dem Pinneberger Kreistag an. „Alles hat ein Ende. Es ist Zeit für einen Wechsel“, so seine nüchterne Einschätzung. Die Entscheidung für den Rückzug sei über Monate gereift.

Wer sein Nachfolger wird, das müssen jetzt die Fraktionen entscheiden. Die SPD, die mit Rösner und Brummund seit nunmehr 30 Jahren dieses Amt in Hasloh stellt, wird es nicht automatisch behalten. Mit neun von 19 Gemeindevertretern fehlt den Sozialdemokraten eine Stimme zur absoluten Mehrheit. Um einen SPD-Bürgermeister zu verhindern, müssten sich aber die vier CDU-Gemeindevertreter mit den jeweils drei Ratskollegen von FDP und PfH auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen.

Brummund, dreifacher Vater und siebenfacher Großvater, wird dann schon mehr Zeit für seine Hobbys haben: Skat und klassische Konzerte.

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