Kreis Pinneberg

Liebevolle Hilfe für einen Igel mit Glatze

Dieser Igel, der infolge einer Hautpilzkrankheit all seine circa 8000 Stacheln verloren hat, wird zurzeit in der Wildtierstation in Klein Offenseth-Sparrieshoop aufgepäppelt.

Dieser Igel, der infolge einer Hautpilzkrankheit all seine circa 8000 Stacheln verloren hat, wird zurzeit in der Wildtierstation in Klein Offenseth-Sparrieshoop aufgepäppelt.

Foto: Wildtierstation Hamburg

Wildtierstation in Klein Offenseth-Sparrieshoop päppelt Stacheltier auf, das all seine Stacheln verloren hat.

Klein Offenseth-Sparrieshoop.  Haarausfall macht mitunter auch vor Tieren nicht halt. Und dann brauchen sie ein bisschen liebevolle Zuwendung. So wie jener Igel, der zurzeit in der Wildtierstation in Klein Offenseth-Sparrieshoop vorübergehend ein neues Zuhause gefunden hat. Wobei: Genau genommen leidet der Kleine unter Stachelausfall .

In der Wildtierstation haben sie den Glatzen-Igel auf den Namen Tillit getauft. Das ist Schwedisch und bedeutet Hoffnung. „Durch eine Hautpilzerkrankung hat der Stachelritter alle seine normalerweise 8000 Stacheln verloren“, sagt Stationsleiterin Katharina Erdmann. Sie versorgt den Kleinen jetzt persönlich, der doch etwas nackt für einen Igel aussieht. „Das tägliche Behandlungsbad und die medizinische Versorgung lässt er wohlwollend über sich ergehen“, sagt Erdmann.

In freier Wildbahn wäre der Igel leichte Beute

Tagsüber lebt Tillit in einer Wärmebox. Nachts darf er schon mal in einem Außen- und Innengehege auf Erkundungstour gehen.

Wärmeregulierend sind die Stacheln von Igeln nicht, weiß die Expertin. Sie dienen ausschließlich dem Schutz der Tiere vor Angreifern. Tillit wäre also in freier Wildbahn gerade eine leichte Beute für andere Tiere. Außer der medizinischen Versorgung noch ein Grund, weshalb das Derzeit-ohne-Stacheltier in der Wildtierstation gerade besser aufgehoben ist.

Das Gute ist: Die 8000 Stacheln werden werden wieder nachwachsen. Und dann wird Tillit wieder in die Natur entlassen.