Pinneberg

Wegen Corona: Kreis schließt Kinderkarussell

Da ging’s gerade los, jetzt hat es sich ausgedreht: Abendblatt-Hospitantin Annika Bürck Ende Oktober auf dem Kinderkarussell in der Pinneberger Innenstadt.

Da ging’s gerade los, jetzt hat es sich ausgedreht: Abendblatt-Hospitantin Annika Bürck Ende Oktober auf dem Kinderkarussell in der Pinneberger Innenstadt.

Foto: Mareike Müller

Der Betrieb des Fahrgeschäfts in Pinneberg sei laut Kreis „im Sinne der Coronabekämpfungs-Verordnung“ unzulässig.

Pinneberg.  Die unmittelbaren Anlieger mögen aufatmen, weil für sie nun eine täglich achtstündige Dauerbeschallung mit Howard-Carpendale-Liedgut ein Ende hat. Die Sache an sich aber ist traurig: Das Kinderkarussell auf dem Lindenplatz im Herzen der Pinneberger Innenstadt dreht sich nicht mehr. Die Lichter sind erloschen, die Musik ist verstummt. Die Behörden haben es als gefährliche potenzielle Virenschleuder identifiziert!

„Nach Auffassung des Kreises ist ein Kinderkarussell eine Freizeiteinrichtung im Sinne des Paragraf 10 der Coronabekämpfungs-Verordnung und ist daher für den Publikumsbereich zu schließen“, erklärt Pinnebergs Stadtsprecherin Maren Uschkurat in einer Mitteilung. „Der Betreiber des Karussells wurde nun von uns gebeten, dieses umgehend zu schließen.“ Ein Urteil, zu dem die Behörden nach immerhin mehr als dreieinhalb Wochen Betrieb und mehr als zweieinhalb Wochen Lockdown gelangt sind.

Eigentlich war das Karussell genehmigt worden, um den in diesem Jahr vom Umsatztotalausfall bedrohten Schaustellern wenigstens ein klitzekleines Einkommen zu ermöglichen. Der Betreiberfamilie, der Dom-Dynastie von Edith Heidmann aus der Flensburger Straße, bleibt jetzt noch der Süßwarenstand vor der Rathauspassage.