Kreis Pinneberg

Gemeinde Halstenbek plant Sozialwohnungen

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Ein Gerüst steht auf einer Baustelle (Symbolbild).

Ein Gerüst steht auf einer Baustelle (Symbolbild).

Foto: dpa Picture-Alliance / Andrea Warnecke / picture alliance / dpa Themendie

Ursprünglich für Gewerbe geplantes Areal am Verbindungsweg soll bebaut werden. Genossenschaft als Bauträger gesucht.

Halstenbek.  Das Grundstück ist drei Hektar groß – und liegt seit Langem brach. Jetzt will Halstenbek Nägel mit Köpfen machen, um geförderten Wohnraum auf der ehemaligen Baumschulfläche am Verbindungsweg zu ermöglichen, die sich schon seit einiger Zeit in Gemeindebesitz befindet. Der Gemeinderat beschloss auf der jüngsten Sitzung einstimmig einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen.

Er sieht vor, dass dort ein Wohngebiet mit mindestens zwei Drittel an gefördertem Wohnraum nach dem ersten und zweiten Förderweg entstehen soll. Die Verwaltung wird beauftragt, den Bedarf in Bezug auf die Größe der Wohnungen zu ermitteln. Gleichzeitig soll ein Interessenbekundungsverfahren gestartet werden, um einen genossenschaftlichen Bauträger für das Projekt zu finden. Die Genossenschaft kann auch einen Anteil an frei finanzierten Wohnungen auf der Fläche errichten.

Oberstes Ziel soll es jedoch sein, für Halstenbeker mit kleinen und mittleren Einkommen eine bezahlbare neue Heimat zu schaffen. Daher solle die Verwaltung darauf achten, Dauer und Umfang eines Belegungsrechts für die Gemeinde so günstig wie möglich zu gestalten. Das Interessenbekundungsverfahren solle bereits bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Unklar ist, wie viele Wohneinheiten entstehen sollen

Interessierte Genossenschaften können demnach das Grundstück erwerben oder es auf Erbbaupacht bebauen. Dabei dürfen sie eine Grundflächenzahl von 0,2 nicht überschreiten. Ausgleichsflächen sollen auf dem Areal geschaffen werden, das möglichst grün werden soll. Angestrebt werden zudem ein „Öko-Bau“ sowie ein soziales Konzept mit Begegnungsmöglichkeiten für die zukünftigen Bewohner.

Wie viel Wohneinheiten dort entstehen können, dazu findet sich in dem gemeinsamen Antrag keine Angabe. Die Politik ist sich weiterhin einig, dass auf dem drei Hektar großen Areal kein weiteres Gewerbe entstehen soll. Einstmals war die Fläche für die Erweiterung des bestehenden kleinen Gewerbegebiets vorgesehen, dies wurde jedoch nach massiven Anwohnerprotesten gestoppt. Damals war von einer bis zu neun Meter hohen Lärmschutzwand die Rede, um das bestehende Wohngebiet von dem geplanten Gewerbegebiet lärmschutztechnisch zu trennen.

Auf einen Ideenwettbewerb für die Bebauung des Areals wird laut dem Antrag aller Fraktionen aus Zeitgründen verzichtet. Parallel zu dem Antrag prüft die Gemeinde, ob das Vorhaben im Rahmen des Bundesprogramms „Neue Perspektive Wohnraum“ förderfähig ist. Hier wird der Bau moderner, gemischter Wohnquartiere finanziell unterstützt. Allerdings sind die Hürden für eine Aufnahme hoch.

( kol )

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