Schleswig-Holstein

US-Wahl: Die meisten Amerikaner leben im Kreis Pinneberg

Vor der US-Präsidentschaftswahl hat das Statistikamt den Anteil der Amerikaner an der Gesamtbevölkerung Schleswig-Holsteins ermittelt. Die Bildkombo zeigt den US-Präsidenten Donald Trump und seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Vor der US-Präsidentschaftswahl hat das Statistikamt den Anteil der Amerikaner an der Gesamtbevölkerung Schleswig-Holsteins ermittelt. Die Bildkombo zeigt den US-Präsidenten Donald Trump und seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Foto: Evan VucciPatrick Semansky / dpa

Nirgendwo in Schleswig-Holstein gibt es mehr eingewanderte US-Bürger. Im ganzen Land wanderten mehr ein als in die USA aus.

Kreis Pinneberg. Rechtzeitig zur US-Wahl hat sich der Kreis Pinneberg zur schleswig-holsteinischen Hochburg des US-amerikanischen Lebens entwickelt. Denn von allen 2130 Amerikanern im Land leben 260 und damit die meisten zwischen Elmshorn, Wedel und Pinneberg. Das sind 12,2 Prozent wie das Statistikamt Nord anlässlich der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen am 3. November ermittelt hat.

Insgesamt sind zwar nur 0,8 Prozent aller Ausländer im Land eingewanderte US-Amerikaner. Doch in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Anzahl der US-Bürger um fast 20 Prozent erhöht. Allein im vergangenen Jahr haben sich zehn Amerikanerinnen und fünf Amerikaner einbürgern lassen.

Gemessen an allen Amerikanern in Schleswig-Holstein leben die meisten neben dem Kreis Pinneberg im Nachbarkreis Segeberg (12,1 Prozent) sowie in den kreisfreien Städten Kiel (11,1 Prozent) und Lübeck (9,6 Prozent). Im vergangenen Jahr wanderten zudem mehr Menschen aus den USA ein, als aus Schleswig-Holstein in die USA. Der Wanderungssaldo weist aus, dass 527 Personen aus den USA nach Norddeutschland kamen, während nur 509 Personen den umgekehrten Weg gingen.

Aus dem nördlichsten Bundesland wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,9 Milliarden Euro in die USA exportiert. Die Im­porte aus den USA lagen bei rund 1,5 Milliarden Euro. Damit halten die USA einen Anteil von 9,1 Pro­zent aller schleswig-holsteinischen Exporte, bei den Importen sind es 6,5 Prozent. Die häufigs­ten sowohl ein- als auch ausgeführten Güter waren pharmazeutische Erzeugnisse und Grund­stoffe. Erstaunlich: 17.032 amerikanische Touristen besuchten 2019 das Land Schleswig-Holstein, immerhin eine Anteil von 1,7 Prozent aller ausländischen Gäste.

( nib )

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