Kreis Pinneberg

Corona: 35 neue Fälle – Strengere Regeln im Kreis

Eine Ärztin entnimmt an einer Drive-in-Teststation einen Abstrich von einem möglicherweise Infizierten (Symbolbild).

Eine Ärztin entnimmt an einer Drive-in-Teststation einen Abstrich von einem möglicherweise Infizierten (Symbolbild).

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Corona-Ausbruch in Pflegeheim. Inzidenzwert überschritten. Nun gelten härtere Beschränkungen wie eine Sperrstunde für Gastronomie.

Kreis Pinneberg.  Die Infektionsdynamik im Kreis Pinneberg hat am Donnerstag mit einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim sowie kreisweit 35 Neuinfektionen ein kritisches Ausmaß erreicht. Wie das Gesundheitsamt mitteilte, ist der Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mit einem Wert von 40,8 weit überschritten worden. Insgesamt gab es allein in den vergangenen sieben Tagen 129 nachgewiesene Neuinfektionen, 154 Fälle sind laut Kreisverwaltung derzeit aktiv.

Die Gesamtzahl aller Infizierter seit Pandemiebeginn stieg im Kreis auf 1112, seit März gab es 47 Todesopfer. Allein am Donnerstag mussten drei weitere Covid-19-Patienten stationär aufgenommen werden. Deshalb wird von Sonnabend an eine neue Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Infektionen wirksam – zunächst für acht Tage. Die neuen Regeln legen eine Sperrstunde für die Gastronomie von 23 bis 6 Uhr fest. Beim verkaufsoffenen Sonntag (1. November) in Elmshorn herrscht in der City generell Maskenpflicht, ebenso am Freitag (30. Oktober, Markt) in der Uetersener Innenstadt. Nur noch maximal 15 Personen dürfen sich in privatem Umfeld treffen. Auf Wochenmärkten herrscht nun grundsätzlich Maskenpflicht, ebenso in Einzelhandel und Gastronomie. Auch Restaurantbesucher müssen Maske tragen, solange sie nicht sitzen. Veranstaltungen sind draußen auf 500, drinnen auf 250 Personen beschränkt.

Die am Donnerstag gemeldeten Neuinfektionen schließen auch einen Ausbruch im Seniorenpark Barmstedt ein. Dort sind zwei Bewohner und zwei Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Zwei Wohngruppen seien betroffen. Die übrigen Bewohner wurden isoliert und getestet – bislang alle negativ. Es gilt ein Besuchsverbot.

Corona in Städten und Gemeinden

Die Kreisverwaltung Pinneberg hat am Donnerstag zudem erneut die bisherigen Fälle in den Städten und Gemeinden veröffentlicht. Demnach weist Pinneberg seit Pandemiebeginn im März die meisten Infektionen mit dem Coronavirus vor – 191. Auch in Wedel (155), Rellingen (152) und Elmshorn (126) sind die Infektionszahlen dreistellig. Tornesch (91), der Bezirk Quickborn (88), Schenefeld (59) und das Amt Geest und Marsch (53) überschritten bereits die Schwelle von 50 Fällen. In Uetersen sind oder waren bisher 48 Menschen mit Corona infiziert, in Halstenbek 47, ebenso viele im Amt Pinnau (47). Rantzau (19), Barmstedt (16), Elmshorn-Land (15) und Hörnerkirchen (4) haben und hatten neben Helgoland (1) bisher die niedrigsten Infektionszahlen.