Kreis Pinneberg

SPD: Hasloh soll bis Ende 2021 Buslinie bekommen

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Ein Bus auf einem Verkehrsschild. Die SPD will eine bessere Busanbindung für Hasloh (Symbolbild).

Ein Bus auf einem Verkehrsschild. Die SPD will eine bessere Busanbindung für Hasloh (Symbolbild).

Foto: Angelika Maroch / CHROMORANGE / picture alliance

Die Linie 395 würde auch Tangstedt mit Norderstedt verbinden. Zudem ist eine Schnellbusverbindung zwischen Pinneberg und Wedel geplant.

Hasloh/Pinneberg. Die rund 3800 Einwohner von Hasloh können sich jetzt konkrete Hoffnung machen, von Ende 2021 an erstmals an das öffentliche Busnetz angeschlossen zu werden. Die SPD-Kreistagsfraktion hat jetzt über ihren Nahverkehrsexperten Helmuth Jahnke angekündigt, als erste Verbesserung für den öffentlichen Nahverkehr im Kreis Pinneberg zum Fahrplanwechsel 2021/22 die vorhandene Buslinie 395 auszuweiten – mit dem Vorteil, dass Hasloher dann angebunden werden.

Bislang verkehrt der Bus 395 nur zwischen Pinneberg und Tangstedt. Künftig soll sie über Hasloh nach Garstedt bis zum Herold-Center in Norderstedt verlängert und von Pinneberg als Schnellbuslinie bis nach Wedel weitergeführt werden.

„Die SPD-Fraktion will durch eine kontinuierliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs die Verkehrswende weiter voranbringen, damit anstelle des Autos vermehrt Bus, Bahn oder das Fahrrad genutzt werden“, begründet Jahnke diese Initiative, die die SPD zu den Haushaltsberatungen des Kreistages beantragen werde.

Dazu gehöre auch eine neue Express-Buslinie von Pinneberg zum Hamburger Flughafen. Beides könnte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 umgesetzt werden. Die bereits eingestellten Haushaltsmittel von einer Million Euro wären dafür ausreichend, so die Sozialdemokraten.

Haslohs sozialdemokratischer Bürgermeister Bernhard Brummund, der seit Jahren eine Busanbindung für seine Gemeinde fordert, freut sich wenig überraschend sehr über diesen Vorstoß seiner Parteigenossen. „Diesen Vorschlag habe ich mit großer Freude zur Kenntnis genommen“, sagte er dem Abendblatt.

Endlich wären Hasloh und auch die Nachbargemeinde Tangstedt an die U-Bahn in Norderstedt angebunden. Das leichte Erreichen der U1 in die Hamburger Innenstadt hätte enorme Vorteile für die Bürger, die aus beiden Kommunen pendeln.

Ausgearbeitet hat dieses Konzept bereits der Nahverkehrsplaner Claudius Mozer im neuen Regionalen Nahverkehrsplan, der noch endgültig verabschiedet werden muss. Die vorhandene Buslinie 395 wäre die „Keimzelle“ für eine doppelte Verbessrung des Busverkehrs, erklärt Mozer. Hasloh und Tangstedt würden erstmals in Richtung Osten an eine Buslinie angeschlossen. Für Pinneberger und Wedeler würde sich die Fahrtzeit verkürzen, weil die Schnellbuslinie nicht über Holm geführt würde.

( bf )

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