Kreis Pinneberg

Halstenbek steckt Millionen in Straßensanierung

Die Hartkirchener Chaussee in Halstenbek.

Die Hartkirchener Chaussee in Halstenbek.

Foto: Rainer Burmeister

Gemeindevertretung beschließt mehrere Großprojekte. Welche es sind, was sie kosten, wann sie starten sollen.

Halstenbek.  Halstenbek investiert Millionen in die maroden Straßen. Die Gemeindevertretung segnete Montagabend viele Großprojekte ab, mit denen in den nächsten Jahren die Infrastruktur der Gemeinde verbessert werden soll.

Einstimmig beschlossen die Kommunalpolitiker, die bis 2024 vom Land angestrebte Komplettsanierung der L 104 (Hartkirchener Chaussee/Dockenhudener Chaussee) zu nutzen, um diverse Einmündungen umzugestalten und auf diese Weise die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dafür sind Baukosten in Höhe von 2,25 Millionen Euro erforderlich, 1,81 Millionen Euro müssen als Verpflichtungsermächtigung in den Nachtragshaushalt für 2020 eingestellt werden. Der Nachtragsetat wurde ebenfalls beschlossen – gegen die CDU.

CDU hält Grundsanierung zurzeit für zu teuer

Die Union verweigerte auch mehreren Straßenbauprojekten ihre Zustimmung – aus finanziellen Gründen. „Die Corona-Krise wird die ohnehin schlechte finanzielle Situation der Gemeinde nicht verbessern“, so CDU-Fraktionschef Andreas Pauli. Er beschwor folgendes Bild herauf: „Wenn im Privathaushalt das Dach leckt, aber das Geld fehlt, dann stellt man auch erst einmal einen Eimer drunter.“ Der Zustand diverser Straßen sei zwar grottenschlecht und ein Vollausbau mehr als sinnvoll, aber die Gemeinde könne es sich nicht leisten.

Die anderen Fraktionen sahen dies jedoch anders. „Wir können es uns im Gegenteil nicht leisten, den Bürgern zweimal eine längere Sperrung zuzumuten“, so Nicolai Overbeck (SPD). Die Gemeindewerke würden unabhängig von der Gemeinde Leitungen sanieren, da sei es sinnvoll und deutlich billiger, die übrigen Arbeiten gleich mit zu erledigen und nicht einige Zeit später die Straße wieder aufzureißen.

Knotenpunkt Gärtnerstraße/Königstraße wird auch ausgebaut

Mit dieser Argumentation wurde der Vollausbau der Bartelstraße beschlossen, der 750.000 Euro kosten soll. Gleiches gilt für die Bogenstraße, die 460.000 Euro verschlingen soll. Auch die Königstraße wird angegangen, hier sollen 688.000 Euro verbaut werden. Dieser Punkt fand auch die Unterstützung der CDU. Zu dieser Maßnahme gehört auch ein Umbau des Knotenpunktes Königstraße/Gärtnerstraße, wo die Gärtnerstraße nach Norden verschwenkt werden soll, um eine bessere Sicht aus der Königstraße zu gewährleisten. Keine Mehrheit fand der Vorschlag, den Knotenpunkt Königstraße/Feldstraße/Eidelstedter Weg/Ostereschweg zu einem Mini-Kreisverkehr umgestalten.

Nach längerer Diskussion wurde auch der Vollausbau für Grüne Twiete und Heidkampstwiete beschlossen. Die Baukosten betragen knapp 2,9 Millionen Euro. In diesem Fall soll jedoch noch ein Gespräch mit einigen Firmen erfolgen, die Bedenken hinsichtlich der Ausbauvariante geäußert haben. Alle Maßnahmen außer der L 104 sollen 2021 starten.