Kreis Pinneberg

Zwei Kinos werden zum Tanzsaal der Welt

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Kitty Haug
Große Tänzer, großes Drama: Ekaterina Krysanova und Vladislav Lantratov vom Bolshoi-Ballett.

Große Tänzer, großes Drama: Ekaterina Krysanova und Vladislav Lantratov vom Bolshoi-Ballett.

Foto: Natalia Voronova

Kinos in Uetersen und Quickborn zeigen wieder Ballett aus dem Bolshoi-Theater. Was dieses Mal auf dem Spielplan steht.

Quickborn/Uetersen. Es ist die wohl bekannteste Liebesgeschichte der Welt: Romeo und Julia. Ein halbes Dutzend Mal wurde die Liebestragödie von William Shakespeare verfilmt, mindestens so oft für die Oper vertont, als Ballett oder Musical präsentiert. Mit der weltberühmten Ballett-Companie des Moskauer Bolshoi-Theaters kommt der große Klassiker am Sonntag, 4. Oktober, ins Beluga Kino Quickborn und in das Uetensener Burg Kino. Die Eintrittskarte für die Vorstellung um 17 Uhr kostet in den beiden Kinos jeweils 22 Euro inklusive Pausen-Sekt, Einführung und Blick hinter die Kulissen.

Obwohl zwischen ihren Familienclans eine erbitterte Feindschaft herrscht, überwinden Romeo und Julia den tief verankerten Hass und verlieben sich unsterblich ineinander. Die Rivalität zwischen der Capulets und den Montagues bezahlt Romeos Freund Mercutio mit seinem Leben. Romeo ist entschlossen, den Verlust seines Freundes zu rächen. Doch er wird aus Verona verbannt. Nur eine Nacht wird den Liebenden gegönnt, danach trennt das Schicksal das Liebespaar für immer.

Choreograf Alexei Ratmansky schuf die Inszenierung

Das verhängnisvolle Schicksal der Liebenden, das von Anfang an unter einem schlechten Stern steht, inspirierte Sergei Prokofjew 1935 zu einer bemerkenswerten Ballettpartitur. Das Libretto verfassten Adrian Piotrowski und Sergei Radlow. Der russische Komponist folgte dabei getreu der Handlung des Bühnenstücks und übersetzte Shakespeares Wortgewalt in die Sprache der Musik. Über drei Akte suchen, finden und verlieren sich die zwei Liebenden.

Alexei Ratmansky, der Mitte der 1960er-Jahren als Choreograph den Ruhm des Bolschoi-Theaters mehrte, schuf die Inszenierung. Ekaterina Krysanova und Vladislav Lantratov tanzen die Hauptrollen in der aktuellen Saison. Das Bolschoi-Theater filmte die dreistündige Aufführung aufwendig und macht damit die Leinwand zur Bühne.

Zum elften Mal in Folge präsentiert das Bolshoi-Ballett in der Saison 2020/21 die größten Klassiker des Balletts – aufgeführt von den aktuell meist gefeierten Choreografen und einigen der besten Tänzer der Welt, für ein exklusives Kino-Ereignis. Da das Bolshoi seine Pforten erst 2021 wieder öffnen wird, ist die Saison in zwei Teile gesplittet. Nach „Romeo und Julia“ im Oktober steht am 1. November „Die Kameliendame“ auf dem Programm. Am 20. Dezember werden Zuschauer in „Der Nussknacker“ mit der jungen Marie und ihrem Prinzen durch einen Schneeflockenwirbel, einen Kampf gegen den Mäusekönig und schließlich in ein Königreich der Genüsse entführt. Termine für den zweiten Teil der Saison werden erst Ende des Jahres bekanntgegeben.

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