Kreis Pinneberg

Megabike-Prozess fällt aus – wegen Corona-Verdacht

Feuerwehrleute beim Einsatz am Tatort in Pinneberg.

Feuerwehrleute beim Einsatz am Tatort in Pinneberg.

Foto: Feuerwehr Pinneberg

Auf der Arbeitsstelle des Angeklagten könnte es einen Corona-Ausbruch gegeben haben. Prozess soll am 1. Oktober fortgesetzt werden.

Pinneberg/Itzehoe.  Johann Z. wartete am Donnerstag vorsichtshalber vor dem Gebäude das Landgerichts Itzehoe – und wurde von Richter Florian Feistritzer wenig später nach Hause geschickt. Der Jurist sagte den zweiten Prozesstag im Berufungsverfahren um den Brand im Pinneberger Fahrradladen „Megabike“ kurzfristig ab – ebenso wie den für den heutigen Freitag geplanten dritten Verhandlungstag. Der Grund: Auf der Arbeitsstelle des Angeklagten könnte ein Corona-Ausbruch erfolgt sein.

Wie Verteidiger Henry Brendel dem Gericht erläuterte, weisen mehrere Arbeitskollegen des 24-Jährigen Krankheitssymptome auf, die auf eine Ansteckung mit Covid-19 hindeuten könnten. Alle Betroffenen seien in Quarantäne geschickt und einem Corona-Test unterzogen worden, jedoch würden noch keine Ergebnisse vorliegen. Der Arbeitgeber habe allen Mitarbeitern daraufhin Außenkontakte strikt untersagt, so der Verteidiger weiter.

Richter Feistritzer verkündete nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung die Absage der beiden Prozesstermine. Donnerstag sollte ein Gutachter die DNA-Spur des Angeklagten in der Nähe des Tatortes bewerten, am Freitag war der Auftritt des LKA-Brandsachverständigen Holger Herdejürgen geplant. Nun soll der Prozess am 1. Oktober fortgesetzt werden.