Kreis Pinneberg

Elmshorner Lichtermarkt verschönert den Advent

Mit seinen 120.000 Lichtpunkten in den Bäumen gilt der Elmshorner Lichtermarkt als einer der schönsten in der Region.

Mit seinen 120.000 Lichtpunkten in den Bäumen gilt der Elmshorner Lichtermarkt als einer der schönsten in der Region.

Foto: Holstein Tourismus u. photocompany

Trotz Corona: Der traditionelle Lichtermarkt und das Stadtwerke Eisvergnügen sind in Vorbereitung und sollen auch in diesem Jahr stattfinden.

Elmshorn.  „Oh, du fröhliche“ – sie werden stattfinden, der Lichtermarkt und das Stadtwerke Eisvergnügen. Wie das Stadtmarketing Elmshorn am Montag bekannt gegeben hat, startet das Eislaufen am 13. November, der Weihnachtsmarkt am 23. November.

An den konkreten Konzepten, die die Corona-bedingten Einschränkungen berücksichtigen, wird noch gearbeitet, sagt Stadtmarketing-Chefin Manuela Kase. Verschiedene Szenarien sind erarbeitet worden, die derzeit den Gremien vorliegen und dann von den zuständigen Behörden abgesegnet werden müssen. „Wir müssen auch noch sehen, wie die Landesverordnung dazu aussehen wird“, so die Geschäftsführerin.

Fest steht allerdings: „Die Elmshorner werden ihren Markt an der St. Nikolaikirche wiedererkennen, das Erscheinungsbild wird sich nicht verändern“, sagt Kase. „Wir haben viele Kollegen im Team, die auch in diesem Jahr kreativ unterwegs sind“.

Die besondere Weihnachtsbeleuchtung mit ihren 120.000 Lichtpunkten in den Bäumen, die namensgebend für den Markt ist, erleuchtet auch in diesem Jahr die Innenstadt. Ein großer, geschmückter Tannenbaum wird aufgestellt, ebenso wie viele kleine Bäume, die die Buden umgeben. Die Hüttenlandschaft lädt dann für vier Wochen lang zum Essen, Trinken und Bummeln ein. Es wird allerdings weniger Buden geben, um den Abstand sicherzustellen. Die dadurch entstehenden Freiräume werden mit Sitzgelegenheiten bestückt.

Auch die verschiedenen Erlebnisoasen werden aufgebaut. So können Kinder in Santas Guter Stube den schlafenden Weihnachtsmann bestaunen und Briefe an ihn in den draußen angebrachten Briefkasten werfen. Oder die figürliche Darstellung der Geschichte um Christi Geburt in Bethlehem vor der Krippe mit ihren großen Holzfiguren betrachten.

„Auf die großen Events wie den Engelsflug zur Eröffnung, das gemeinsame Singen sowie die Weihnachtsparade, die Tausende von Besuchern anziehen, werden wir wohl verzichten müssen“, merkt Kase traurig an. Verhandlungen über den Verkauf von Alkohol stünden derzeit auch aus.

Das Stadtmarketing setzt auch alles daran, auch in diesem Jahr die Adventszeit auf der Eisbahn auf dem Holstenplatz so stimmungsvoll wie möglich zu gestalten. Bis zum 3. Januar können Schlittschuhläufer über das 350 Quadratmeter große Parkett flitzen. „Es hängt von den Auflagen ab, ob wir vormittags spezielle Laufzeiten für Schulklassen und Kindergärten reservieren können“, so Kase. Das einstündige und kostenlose abendliche Laufen zur Eröffnung muss leider ausfallen. Aber die Meisterschaften im Eisstockschießen werden ausgetragen. 252 Teams gehen an den Start. Das große Finale steigt am 23. Dezember.

Das Treiben auf der Open-Air-Eisbahn kann sich in gemütlicher Atmosphäre in den Gastronomie-Zelten beobachten lassen. Besucher müssen jedoch Kontaktdaten hinterlegen.

Der Weihnachtsmarkt in der Krückaustadt hat eine lange Tradition. Seit 2007 heißt er Lichtermarkt. Ein Begriff der gewählt worden sei, um vor allem auf eines aufmerksam zu machen – den Betreiberwechsel. „Jahrelang pflegte der Elmshorner Weihnachtsmarkt ein Schattendasein“, sagte Bürgermeister Volker Hatje im November 2017 dem Hamburger Abendblatt. Pünktlich zum Weihnachtsmarkt 2007 wurde dann die erste Übereinkunft beschlossen, mit der die in der Innenstadt ansässigen Immobilieneigentümer sich verpflichteten, eine neue Weihnachtsbeleuchtung zu finanzieren. Davon profitierte auch der Weihnachtsmarkt, der seitdem jedes Jahr Tausende von Besuchern anzieht.

„Mehr als 100.000 Gäste sind 2019 gekommen. Die Besucherfrequenz war sehr gut“, bilanziert Manuela Kase.

Für das Pinneberger Weihnachtsdorf gibt es weiterhin kein „definitives Go“, wie Birgit Schmidt-Harder erklärt. Es hänge viel davon ab, welche Vorgaben für Weihnachtsmärkte in Schleswig-Holstein gelten sollen, so die Pinneberger Stadtmanagerin, „und die können sich täglich ändern!“