Kreis Pinneberg

Kooperation: Nachbarn machen gemeinsame Sache

Die 2016 begonnene Volkshochschulkooperation wird nun von Heike Döpke und Volker Hatje mit ihren Unterschriften fortgeführt.

Die 2016 begonnene Volkshochschulkooperation wird nun von Heike Döpke und Volker Hatje mit ihren Unterschriften fortgeführt.

Foto: Torben Hinz / Stadt Elmshorn

Zusammenarbeit der Volkshochschulen Barmstedt und Elmshorn wird verlängert. Kurse des Herbstsemsters haben begonnen. Es gibt aber noch Plätze.

Barmstedt/Elmshorn. Die Volkshochschulen in Elmshorn und Barmstedt setzen ihre Kooperation fort. Der zum 1. Januar 2016 geschlossene fünfjährige Kooperationsvertrag werde demnach auch über das Jahr 2021 verlängert, teilt die Stadtverwaltung Elmshorn mit. Die entsprechenden Dokumente haben Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje und Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke jetzt im Barmstedter Rathaus unterzeichnet.

Für die Kursteilnehmer ändere sich nichts. Sie würden weiterhin von der Kursvielfalt in beiden Städten profitieren. „Wir haben fünf Jahre Probezeit miteinander gehabt, jetzt wollen wir auf Dauer zusammenarbeiten“, sagte Hatje. „Von den Abläufen und den Menschen her funktioniert das interkommunale Modell sehr gut – und das auf Augenhöhe.“ Auch Döpke lobt: „Das ist eine der problemlosesten Kooperationen, die man sich überhaupt vorstellen kann.“

Für beide Städte und insbesondere die Menschen in Elmshorn und Barmstedt bringe sie viele Vorteile. Beispielhaft dafür nannte Maike Bünning, Leiterin der Volkshochschule Elmshorn, den Kurs „Betriebswirtschaftliche Buchhaltung“, der jüngst in Barmstedt mit Teilnehmern aus beiden Städten begonnen hat. „Ohne die Zusammenarbeit wäre er aufgrund zu weniger Anmeldungen in beiden Orten ausgefallen“, sagt Bünning. Nun konnte er stattfinden.

Das gelte auch für Angebote, die etwa aus Mangel an verfügbaren Räumlichkeiten in einer Stadt nicht umgesetzt werden konnten. „Wichtig war uns von Anfang an, dass es in Barmstedt ein vollständiges Angebot gibt“, sagt Hatje. Zusammengestellt, veröffentlicht und umgesetzt wird das Programm für beide Städte aber zentral von der Geschäftsstelle der Volkshochschule Elmshorn.

Sie nimmt die Anmeldungen entgegen, betreut Teilnehmer und Honorarkräfte, wickelt den Haushalt ab und vertritt die Einrichtungen in den politischen Gremien. So würden doppelte Strukturen und unnötige Kosten vermieden. Für die Leistungen erhält Elmshorn im Gegenzug 22.500 Euro pro Jahr aus Barmstedt. Der Betrag wurde wegen der Tarifsteigerungen gegenüber dem Ausgangsjahr 2016 leicht angehoben.

Künftig verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils ein Jahr, sofern keine Seite kündigt. Rita Schliemann, Leiterin des Elmshorner Amtes für Kultur und Weiterbildung, sieht das Modell als Erfolg. Sie sagt: „Das Ziel der Zusammenarbeit, neben dem Erhalt und der stetigen Verbesserung des Volkshochschulangebots eine Verringerung der Fixkosten beider Einrichtungen zu erreichen, wurde erfüllt.“ Die Teilnehmerzahlen seien stabil, in Barmstedt sogar leicht gewachsen.

Ende August ist das Herbstsemester der Volkshochschulen gestartet. In einigen Kursen sind noch Plätze frei. Das vollständige Programm auf der Internetseite www.vhs-elmshorn.de.