Kreis Pinneberg

Moria-Demonstration in Pinneberger Innenstadt

Peer Asmussen (28), Marianne Kolter (65) und Leonie Beers (23) (v. l.) von der Seebrücke Kreis Pinneberg auf der Demo

Peer Asmussen (28), Marianne Kolter (65) und Leonie Beers (23) (v. l.) von der Seebrücke Kreis Pinneberg auf der Demo

Foto: Simon Krohn, hsp

Verein Seebrücke demonstrierte unter dem Motto „Pinneberg hat Platz“ für die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria in Griechenland.

Pinneberg.  „Pinneberg hat Platz“, hieß es am Freitagnachmittag in der Fußgängerzone der Innenstadt. Auf dem Lindenplatz hatten Aktive des Vereins Seebrücke Kreis Pinneberg sieben Stuhlreihen mit jeweils mehreren bunten Sitzmöbeln aufgestellt. Auf diesen waren Zettel befestigt, auf denen unter anderem handschriftlich geschrieben war: „Pinneberg sicherer Hafen“ und „Flüchtlinge sind auch Menschen“. Auf den meisten war aber zu lesen: „Wir haben Platz“.

Mit der Kundgebung sollte auf das Schicksal der Menschen im abgebrannten Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufmerksam gemacht werden. Außerdem hatten die Demonstranten mit Kreide unterschiedliche Botschaften wie „Moria evakuieren“ auf den Boden geschrieben und mehrere Plakate hochgehalten. Von 16 bis 17 Uhr fand die Demonstration statt.

Die Seebrücke vertritt die Meinung, dass Deutschland – und damit auch Pinneberg – genug Platz für die Aufnahme von Flüchtlingen hat und handeln müsse. Es sollte sofort etwas passieren, hieß es. Die Kommunen und Länder sollten nicht weiter von der Aufnahme der Flüchtlinge abgehalten werden. „Es gibt keinen Grund, das nicht zu machen“, sagt Leonie Beers von der Seebrücke. Die Demonstration sei zudem gegen Hetze, Rassismus und das politische Rechts in Deutschland gerichtet.