Pinneberg

Warum ein Audi in der Pinnau stand

Morgennebel liegt über Pinneberg. Der Audi A 4 Kombi steht mitten im Flüsschen Pinnau.

Morgennebel liegt über Pinneberg. Der Audi A 4 Kombi steht mitten im Flüsschen Pinnau.

Foto: Helge Anton/Feuerwehr Pinneberg / Helge Anton

Pinneberger Feuerwehr zieht den A 4 mit Seilwinde heraus. 37-Jähriger hat 1,4 Promille und verliert Führerschein.

Pinneberg.  Volltrunken hat ein 37 Jahre alter Mann in Pinneberg seinen Audi in der Pinnau versenkt. Zeugen meldeten gegen 6.30 Uhr am Dienstag, dass im Bereich Kremerwisch ein Fahrzeug in dem Fluss liege. Weil zunächst unklar war, ob sich noch Personen in dem Wagen befinden, rief die Leitstelle die Feuerwehr zur Hilfe.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Audi mittig in der Pinnau, er befand sich bis zu den Türgriffen unter Wasser. Weil die Scheiben beschlagen waren, konnten die Helfer zunächst nicht erkennen, ob Insassen drinnen waren. Die Kräfte der Feuerwehr stellten jedoch schnell fest, dass der Audi A 4 Kombi leer war. Mithilfe einer Seilwinde zogen die Feuerwehrleute den Wagen aus dem Flussbett.

Richter ordnete eine Blutprobe an

Parallel dazu nahmen Polizisten die Ermittlungen auf, um herauszufinden, wer das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt gelenkt hatte. Die Spur führte zu einem 37 Jahre alten Mann, der im Umland von Pinneberg wohnt. Bei der Befragung des Mannes stellten die Beamten fest, dass er nach Alkohol roch. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 1,4 Promille. Als Folge ordnete ein Richter an, dass sich der Mann auf der Polizeiwache in Pinneberg einer Blutprobe unterziehen müsse. Außerdem stellten die Beamten den Führerschein des 37-Jährigen sicher.

Er muss sich später wegen Trunkenheit im Verkehr vor Gericht verantworten und damit rechnen, dass ihm die Fahrerlaubnis für längere Zeit entzogen wird. Laut den Ermittlungen war der Mann mit dem Audi vor dem Unfall auf einem nicht für den Verkehr freigegebenen und zudem unbefestigten Wirtschaftsweg unterwegs gewesen, bevor er den Wagen über die Uferböschung in den Fluss lenkte. Warum er diesen Weg nutzte und die Fahrt im Fluss endete, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Unklar ist auch, ob der 37-Jährige die Heckscheibe eingeschlagen hat und dort hinausgeklettert ist. Nach Polizeiangaben ist der Wagen nach seinem unfreiwilligen Bad in gutem Zustand, die Schadenshöhe wird auf wenige Tausend Euro geschätzt. Betriebsstoffe sind nicht in die Pinnau gelangt.