Kreis Pinneberg

21 neue Sozialwohnungen für Pinneberg

Der Abriss mit Bagger am Clara-Bartram-Weg dauert seit Juli an. Es entstehen 21 neue Wohnungen.

Der Abriss mit Bagger am Clara-Bartram-Weg dauert seit Juli an. Es entstehen 21 neue Wohnungen.

Foto: Katja Engler

Die Pinneberger Stiftung „Wir helfen uns selbst“ reißt altes Gebäude am Clara-Bertram-Weg ab. 21 Wohneinheiten sollen dort entstehen.

Pinneberg.  Seit Jahren sind Sozialwohnungen im Kreis Mangelware, und wo neu gebaut wird, liegt der Anteil an gefördertem Wohnraum meist nur beim geforderten Minimum von 30 Prozent oder sogar darunter. Eine wohltuende Ausnahme ist da die Pinneberger Stiftung „Wir helfen uns selbst“, die rund 250 günstige Wohnungen in der Stadt ihr Eigen nennt. Am Clara-Bartram-Weg hat sie jetzt als Bauherrin veranlasst, dass diverse Flachbauten und ein zweigeschossiges Wohnhaus abgerissen werden. Damit wird Platz geschaffen für den Neubau von 21 Wohnungen – vorher waren es an dieser Stelle nur 15.

„Die Stiftung hat mehr als 250 Wohnungen zu absolut günstigen Mietpreisen von höchstens 6,10 Euro pro Quadratmeter“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg, gleichzeitig Erste Vorsitzende der Stiftung. „Ich freue mich, dass wir diese Wohnungen jetzt ersetzen können, denn hier können sich die Bewohner innenstadtnah versorgen und wohnen trotzdem ruhig und im Grünen.“ Im Unterschied zu privat gebauten Sozialwohnungen werden diese nie aus der Bindung herausfallen, also unbegrenzt weiter relativ kostengünstig an bedürftige Menschen vermietet.

Am kommenden Sonnabend soll das Baufeld übergabefertig sein, „alles wird fachgerecht entsorgt“, sagt Ingo Worm, Geschäftsführer der Stiftung „Wir helfen uns selbst“. Die Bauzeit ist auf zwölf Monate festgesetzt. Am selben Platz entstehen nicht nur mehr Mietwohnungen als vorher, auch die Quadratmeterzahl erhöht sich bei den Neubauten. In den abgerissenen Gebäuden standen 566 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung, künftig werden es 1386 Quadratmeter sein. Der Abbruch läuft seit Ende Juli.

Richtung Pinnau baut die Stiftung viergeschossig, zum Clara-Bartram-Weg nur dreigeschossig mit Staffelgeschoss. Alle neuen Wohnungen werden behindertengerecht ausgebaut. 13 Wohnungen werden künftig an ältere Menschen vermietet, acht an Familien mit mehr als drei Kindern. Worm hebt zudem hervor, dass alle Wohnungen einen besseren Energiestandard haben werden als vorgeschrieben.

Weitere Extras: Dreifachverglasung, geschützte Balkons, Dämmung, Fahrstuhl, Trittschalldämpfung, Parkplätze, ein überdachter Fahrradschuppen mit Ladestation und auf jeder Etage eine Ladestation für Rollstühle. Alle Wohnungen werden energetisch einwandfrei an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Dächer werden begrünt. Die Baukosten liegen bei 4,5 Millionen Euro, darin enthalten sind auch 500.000 Euro Fördermittel. Urte Steinberg: „Ein absolutes Vorzeigeprojekt.“

Es gab Zeiten, in denen die Stadtväter sehr gut vorgesorgt haben für die benachteiligte Bevölkerung. Bis 1959 hatte die Stadt der Stiftung kostenfrei Grundstücke zur Verfügung gestellt, um darauf zu bauen. Bis heute sind diese Schenkungen die Basis, auf der die Stiftung kostendeckend wirtschaften und Sozialwohnungen bauen kann.