Kreis Pinneberg

Das ist Elmshorns neuer Mann für die Wirtschaft

Zwei Elmshorner Wirtschaftsförderer: Angelika von Bargen (v.l.) und Wolfgang Helms, unterstützen Bürgermeister Volker Hatje.

Zwei Elmshorner Wirtschaftsförderer: Angelika von Bargen (v.l.) und Wolfgang Helms, unterstützen Bürgermeister Volker Hatje.

Foto: KITTY HAUG / Kitty Haug

Wirtschaftsingenieur Wolfgang Helms ist seit dem 1. September neuer Wirtschaftsförderer. Er will sich dem Leerstand n der Innenstadt annehmen.

Elmshorn. Ein neuer Wirtschaftsförderer ist in der Stadt Elmshorn. Er heißt Wolfgang Helms und bekleidet das Amt seit dem 1. September. „Wir freuen uns sehr, mit ihm einen ausgewiesenen Fachmann mit langjähriger Erfahrung bei uns an Bord begrüßen zu können“, sagt Bürgermeister Volker Hatje.

Helms, der sich gegen viele Mitbewerber aus dem gesamten Bundesgebiet durchsetzen konnte, kommt aus der Region. Vor 56 Jahre wurde er in Pinneberg geboren, wuchs in Wedel auf. Er besuchte die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, die heutige Nordakademie, in Elmshorn. Nach seiner Ausbildung war er Leiter eines Facheinzelhandelsgeschäfts für Glas, Porzellan und Haushaltswaren in Wedel. In der Rolandstadt war er auch an der Gründung des Wedel Marketing Vereins beteiligt. 20 Jahre später, in Itzehoe, arbeitete der zweifache Familienvater als Geschäftsführer in der Stadtmanagement Itzehoe GmbH, bis er 2011 als Geschäftsführer zum Vegesack Marketing in Bremen wechselte.

Helms Biografie zeigt: Mit Tourismus und Innenstadtentwicklung kennt sich der neue Mann für Elmshorns Wirtschaft aus. Nicht grundlos soll sich Elmshorns neuer Amtsinhaber vor allem auf die Stärkung und Weiterentwicklung der Innenstadt sowie des Tourismus konzentrieren. „Als Marketingexperte, ehemaliger Geschäftsmann in Wedel und in Elmshorn ausgebildeter Wirtschaftsingenieur bringt Wolfgang Helms dafür ideale Voraussetzungen mit“, sagt Hatje.

„Die Stellenanzeige kam wie gerufen“, meint der 56-Jährige, der sich nach neun Jahren an der Weser nach seinem Heimatkreis Pinneberg sehnte. Er freut sich, seinen Erfahrungsschatz in die Krückaustadt einzubringen. „Eine ganz wichtige Aufgabe ist die Innenstadt und ihre Entwicklung“, sagt er. „Das Zentrum verfügt schon jetzt über eine Strahlkraft in die ganze Region, die wir auch unter dem Eindruck des Online-Shoppings am besten noch verstärken wollen“, so Helms. Dafür setzt er auf eine enge Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Stadtmarketing Elmshorn, dessen Ansätze er sehr schätze.

Besonders freue sich der neue Wirtschaftsförderer auf das Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen. „Das hat mir Volker Hatje bei einem Rundgang an meinem ersten Tag gezeigt und ich bin froh, dass ich die Entwicklung ein bisschen begleiten darf. Elmshorn hat so viele Pflöcke eingeschlagen – das bietet der Stadt die Chance auf eine sehr schöne Zukunft.“ Insbesondere im Zusammenspiel mit dem herausragenden bürgerlichen Engagement, erklärt Helms. „Das zeigt auch, dass sie Elmshorner zu ihrer Stadt stehen, das habe ich schon erfahren dürfen“, erklärt der neue Mann.

Unterstützt wird Helms von Angelika von Bargen. Schon seit 2018 unterstützt sie die Wirtschaftsförderung der Stadt, angefangen hat sie unter dem damaligen Amtsinhaber Thomas Becken. Akquise, Marketing, Finanzierung, Vertragsabwicklung – das lag und liegt auch jetzt alles in der Hand der 50-jährigen Betriebswirtin und Immobilienmaklerin aus dem Kreis Schleswig-Flensburg. „Die Chemie stimmt zwischen uns. Wir werden sicherlich gut zusammenarbeiten“ sagte von Bargen.

Nach 20 Jahren bei der Stadt Elmshorn trat Thomas Becken am 31. August ab. 2000 kam er von Sylt nach Elmshorn und leitete dort zunächst das Ordnungsamt. Ab 2008 übernahm er den Posten in der Wirtschaftsförderung. Die Innenstadt war einer der Schwerpunkte seiner Arbeit. Mit der Initiative Elmshorn und dem Stadtmarketing hatte die Wirtschaftsförderung die Innenstadt und vor allem den Leerstand in der City im Blick.

Im Zeitalter des Online-Handels seien Städte heute nicht mehr reine Orte zum Einkaufen. Innenstädte müssten sich immer neu finden, das sei eine echte Herausforderung, findet Hatje.

Elmshorn brauche Treffpunkte und Orte, an denen man in Kontakt kommt, ebenso wie Erlebnisorte und Räume, um Neues zu entdecken. Ein schönes Beispiel sei das Popup-Huus. In dem ehemaligen Blumengeschäft in der Fußgängerzone zieht jeden Monat ein neuer Gewerbetreibender ein, sodass immer wieder neue Waren – von Kunstwerken bis Bier aus Handwerksbrauereien – den Innenstadtbesuchern präsentiert werden.

Der Leerstand in der Innenstadt sei „nicht dramatisch“, aber „wir müssen am Ball bleiben“, erklärt der Bürgermeister mit einem hoffnungsvollen Blick auf seinen neuen Mitarbeiter.