Kreis Pinneberg

Pferd stürzt in Graben – dramatische Rettung

Bei der Rettungsaktion für das Pferd in Tornesch war Gefühl und körperlicher Einsatz gefragt.

Bei der Rettungsaktion für das Pferd in Tornesch war Gefühl und körperlicher Einsatz gefragt.

Foto: KFV Pinneberg / Michael Bunk

In Tornesch war das Tier zu Fall gekommen und verletzte sich dabei. Für die Helfer war es ein komplizierter Einsatz.

Tornesch. Das Tier lag hilflos auf dem Rücken und konnte weder vor noch zurück. In dieser misslichen Notsituation fanden Retter der Feuerwehr am Dienstagmorgen ein Pferd in einem Graben am Kanaldamm in Tornesch vor. Das Tier war aus noch ungeklärter Ursache gegen 8.50 Uhr in den etwa zwei Meter tiefen Graben gestürzt, unfähig, sich selbst zu befreien.

Mit Schaufel, Spaten und viel Muskelkraft, so Feuerwehrsprecher Michael Bunk, mussten die Helfer arbeiten, um das Tier zu retten. Nachdem es von einer Wiese am Kanaldamm in den Graben gefallen war, hatte sich das Pferd auf dem Rücken liegend derart in der engen Entwässerungsfurche verkeilt, dass es sich nicht mehr zurück auf den Bauch drehen konnte. Der Platz habe einfach nicht ausgereicht.

Pferd war verletzt und nahezu bewegungsunfähig

Zudem hatte sich das Tier bei seinem Sturz offenbar verletzt. Deshalb mussten 18 Retter der Feuerwehr Geschick, Einsatz und Vorsicht zugleich aufbringen, um sich dem Pferd zu nähern. In Absprache mit einer Tierärztin und den Pferdehaltern verbreiterten die Retter den Graben mit Spaten und Schaufel so weit wie nötig. Sicherheitshalber wurden die Hinterläufe des Tieres währenddessen Aktion mit Bandschlingen gesichert.

Mit Erfolg: Nach gut einer Stunde schweißtreibender Schachtarbeiten kam das Pferd mit gutem Zureden und ein wenig Unterstützung von allein auf die Hufe. Trotz Verletzung sei es aus eigener Kraft zurück auf die Wiese geklettert. Dennoch wurde es anschließend in eine Tierklinik zur weiteren Untersuchung gebracht. Die 18 Retter konnten mit ihren vier Fahrzeugen wieder abrücken.