Kreis Pinneberg

19 Millionen Euro: Helgoland kann Binnenhafen vollenden

Helgoland Jörg Singer Bernd Buchholz Binnenhafen Minister Bürgermeister

Helgoland Jörg Singer Bernd Buchholz Binnenhafen Minister Bürgermeister

Foto: WIMI / HA / A .Laible

Wirtschaftsminister Buchholz übergibt in Kiel Förderbescheid an Bürgermeister Singer. 2021 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Helgoland. Auf Helgoland kann der Bau des neuen Binnenhafens nun vollendet werden. Zehn Jahre nach dem ersten Ankauf der Land- und Wasserflächen durch die Gemeinde hat Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag in Kiel einen Förderbescheid über acht Millionen Euro für die Verwirklichung des Projekts an Bürgermeister Jörg Singer übergeben. Weitere 11,2 Millionen Euro kommen vom Bund für die Beseitigung von Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg. Damit kann die insgesamt 34 Millionen Euro teure Hafensanierung bis zum Frühjahr 2021 fertigstellt werden.

Die Entdeckung der Kampfmittel hatte die Kosten für den Ausbau um das Zehnfache gegenüber der ursprünglichen Planung steigen lassen – trotzdem ist das Geld laut Buchholz richtig und gut angelegt. „Denn der Binnenhafen ist die Lebensader der Insel und sowohl für den Tourismus als auch für Helgoland als Offshore-Service-Standort von elementarer Bedeutung“. Die Arbeiten waren bereits 2019 durch den Rückbau des maroden Südostufers gestartet.

Kaianlage wird architektonisch aufgewertet

Aktuell werde auf einer Länge von knapp 125 Metern eine mit Stahlbeton verkleidete Rohrspundwand eingebracht. Auch die Kaianlage werde architektonisch aufgewertet, um touristisches Potenzial zu entfalten. Helgoland bekomme erstmals eine Promenade. „Mit dieser Sanierung wird ein wesentlicher Teil der Infrastruktur der Insel erhalten und erneuert. Wir erhöhen die Sicherheit der Grundversorgung, stärken Helgoland als Forschungsstandort und als Tourismusziel“, sagte Buchholz.

Bei den vom Bund gewährten 11,2 Millionen Euro handelt es sich vor allem um Kompensationszahlungen für die Mehrkosten bei der Hafenvertiefung infolge der Munitionsfunde. Allein diese Maßnahmen kosteten knapp 19 Millionen Euro. Zum Vergleich: Als die Gemeinde die Flächen vom Bund gekauft hatte, ging man von Kosten in Höhe von drei Millionen Euro aus.