Pinneberg

Hindenburgdamm: Öffnung für Autos nach Radunfall?

Ein Baustellenschild. Wird der Hindenburgdamm in Pinneberg umgebaut? (Symbolbild).

Ein Baustellenschild. Wird der Hindenburgdamm in Pinneberg umgebaut? (Symbolbild).

Foto: Christian Ohde / picture alliance

Stadt Pinneberg berät darüber, die Straße für Autos bis zur Elmshorner Straße zu verlängern. Verkehrsuntersuchung in Auftrag.

Pinneberg.  Seit Jahren ist die Verkehrssituation in der Bismarckstraße belastend und ungelöst. Erst im Juni hatte es dort einen schweren Verkehrsunfall gegeben, bei dem ein Fahrradfahrer ums Leben gekommen war. Die Frage, wann und vor allem wie es dort besser wird, hat durch den Unfall einen Schub bekommen. Hinzu kommt, dass die Pinnaubrücke, auf der die Friedrich-Ebert-Straße entlangführt, nächstes Jahr neu gebaut werden muss. Deshalb müssen Ausweichstraßen her.

Beides zusammen führte dazu, dass ein alter Plan aus den 60er/70er Jahren am Dienstag den Stadtentwicklungsausschuss beschäftigen wird. Es geht darum, ob der Hindenburgdamm bis zur Elmshorner Straße verlängert werden soll, um die Bismarckstraße zu entlasten.

Dort, wo jetzt nur ein schmaler Fußweg entlangführt, könnte eine bald eine Straße für den Autoverkehr entstehen. Doch ist das innerhalb eines Jahres machbar angesichts der Tatsache, dass die Kosten unklar sind? „Zeitlich wäre das, glaube ich, problematisch“, sagt Carl-Eric Pudor (CDU), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Am Dienstag wird diese Frage zu klären sein, denn der Wunsch für eine schnell aus dem Boden gestampfte Entlastungsstraße widerspricht der Angabe, dass solch ein Umbau drei Jahre dauern würde.

Rathaus spricht sich für eine Öffnung für Autos aus

Die Verwaltung hatte bereits Verkehrsuntersuchungen in Bismarckstraße und Friedenstraße in Auftrag gegeben. Angedacht ist außerdem, die Bismarckstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Friedenstraße als Anliegerstraße umzugestalten. Der Ausschuss berät nun darüber, ob er der Ratsversammlung empfehlen will, die dafür nötigen Planungs- und Investitionskosten bereits in den Haushalt des nächsten Jahres einzustellen.

Letztlich ist bislang nichts entschieden worden, weil es sinnvoll war, die Fertigstellung der Westumgehung und die dadurch verlagerten Verkehrsflüsse abzuwarten. In ihrer Vorlage bemerkt die Verwaltung, dass aktuell Verkehrszählungen wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie keine verlässlichen Ergebnisse liefern könnten, was wohl „noch einige Zeit anhalten“ würde. Der Nachweis, dass die Öffnung der Friedensstraße zur Elmshorner Straße wirklich notwendig ist, ist also derzeit nicht zu erbringen.

Allerdings gibt es weitere Argumente dafür. Bereits jetzt ist die Bismarckstraße wegen der schadhaften Schüttenberg-Brücke nicht mehr voll belastbar. Die Verwaltung spricht sich in ihrer Vorlage deshalb deutlich dafür aus: „Die Realisierung der Anbindung würde im Bereich der Bismarckstraße die Verkehrsgefährdungen deutlich reduzieren und auch für das Hauptverkehrsstraßennetz der Stadt Pinneberg eine erhebliche Verbesserung darstellen.“