Wettbewerb

Im Fokus: die Denkmäler im Kreis Pinneberg

Gern gesehen, gern fotografiert: die Drostei in Pinneberg. Aber es gibt noch viel mehr Denkmäler, die eines Blicks würdig sind.

Gern gesehen, gern fotografiert: die Drostei in Pinneberg. Aber es gibt noch viel mehr Denkmäler, die eines Blicks würdig sind.

Foto: Nico Binde / HA

Weil der Tag der offenen Tür ausfallen muss, rufen Hamburger Abendblatt, Kreisverwaltung und Heimatverband zu Fotowettbewerb auf.

Kreis Pinneberg.  Es ist eine ganz besondere, eine sehr schöne Liste, die von der Denkmalschutzbehörde des Kreises Pinneberg geführt wird. Rund 900 Posten lang ist sie. Es sind 900 Adressen, die zu 900 Gebäuden führen. Zu Gebäuden, die ein so wohltuender Gegensatz sind zu dem größten Teil des Neubau-Allerleis dieser Tage. Zu Gebäuden, die Geschichte repräsentieren, erzählen, begreifbar machen. Die beispielhaft sein sollen – und auch sind – für eine, nämlich für ihre spezielle Epoche. Es geht um Baudenkmäler.

Eine Handvoll von ihnen steht jedes Jahr im Spätsommer einen Sonntag lang beim Tag des offenen Denkmals Besuchern offen. Einige, etwa die Drostei in Pinneberg, haben ihren Platz in der Gegenwart längst gefunden. Andere wie die akut vom Verfall bedrohten Knechtschen Hallen in Elmshorn suchen ihn noch – was eine Besichtigung ungleich spannender macht. Aber: Der Tag des offenen Denkmals fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Beinahe jedenfalls. Denn er weicht einem Fotowettbewerb des Hamburger Abendblattes, der Kreisverwaltung Pinneberg und des Heimatverbands für den Kreis Pinneberg von 1961.

Die Entscheidung, den Tag des offenen Denkmals in seiner bisherigen Form aus dem Terminplan zu streichen, ist im Kreis Pinneberg bereits im März gefallen. „Wir brauchen eine lange Vorlaufzeit“, sagt Antje Metzner, die Denkmalschützerin in der Kreisverwaltung. Im Frühjahr aber sei nicht absehbar gewesen, was jetzt vielleicht möglich gewesen wäre. „Außerdem hätten wir für jedes Objekt, das teilgenommen hätte, ein Hygienekonzept gebraucht“, sagt Metzner. Das wäre kaum umsetzbar gewesen.

Die Idee, den Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr der Situation geschuldet online auszurichten, wollten Kreis und Heimatverband aber auch nicht folgen. „Es nehmen ja auch Privatpersonen an der Aktion teil“, sagt Rainer Adomat, der Vorsitzende des Heimatverbands. „Sie möchten möglicherweise nicht, dass Bilder auch aus dem Inneren ihrer Häuser noch Jahre später im Internet zu sehen sind.“

Aber so sang- und klanglos im Nichts verschwinden soll der Tag des Denkmals im Kreis Pinneberg auch im Corona-Jahr 2020 nicht. Deshalb rufen die Kreisverwaltung, der Heimatverband und das Abendblatt in Pinneberg nun zu einem Fotowettbewerb auf. Die Leserinnen und Leser können in diesem Jahr nicht nur schauen, sie können sich aktiv beteiligen. Gesucht wird das eindrucksvollste Foto von einem Denkmal im Kreis Pinneberg. „Gefragt ist der besondere Blick auf ein Denkmal“, sagt Antje Metzner, die mit Rainer Adomat, Kreissprecherin Silke Linne und Abendblatt-Redaktionsleiter Alexander Sulanke die besten Bilder auswählen wird.

Die besten Bilder – und da kommen nun Sie, liebe Leserinnen und Leser, ins Spiel. Besuchen Sie die Denkmäler, auch wenn die Türen nicht offen stehen. Fotografieren Sie sie. Und schreiben Sie uns ein paar Zeilen, warum Sie sich gerade für dieses Denkmal und ausgerechnet für jenes Detail entschieden haben. Ihre besten Bilder – was zeichnet die aus? „Es geht uns um den originellen Blick auf ein Denkmal“, sagt Antje Metzner für die Jury. Warum ist die Wahl auf dieses Gebäude, auf jenes Detail daran gefallen? Was verbindet der Betrachter damit? Fotografisches Können ist bei diesem Wettbewerb sicherlich hilfreich, aber eher nebensächlich.

Eine Auswahl aller Einsendungen werden wir mit einigen Informationen zur Einordnung versehen in der Pinneberg-Ausgabe des Hamburger Abendblatts veröffentlichen. Ebenso werden einige ausgewählte Aufnahmen – so jedenfalls der Stand heute – im Rahmen eines Kunsthandwerkermarktes am Sonntag, 13. September, in den Knechtschen Hallen in Elmshorn zu sehen sein.

Kein Wettbewerb ohne Preise: Der Urheber des Bildes, das die Jury für das beste hält, erhält eine Elbtunnel-Fliese aus der Werkstatt des Keramikers Hans Kuretzky aus Borstorf, der als der Restaurator des Alten Elbtunnels in Hamburg bekannt geworden ist, weil er dort, wo nötig, den alten Wandschmuck originalgetreu ersetzt hat. Seine Elbtunnel-Fliesen sind auch im Abendblatt-Shop am Großen Burstah in Hamburg erhältlich. Für den Zweit- und Drittplatzierten gibt es von dort ein Salz- und Pfefferstreuer im Elbphilharmonie-Design beziehungsweise das Buch „So schön ist Hamburg“.

Alle Preise gibt es auch im Abendblatt-Shop zu kaufen. Die Liste aller Denkmäler im Kreis Pinneberg finden Sie hier.

Machen Sie mit!

Bitte schicken Sie uns Ihren Wettbewerbsbeitrag bis 31. August in hoher Auflösung per E-Mail an pinneberg@abendblatt.de. Das Hamburger Abendblatt und der Kreis Pinneberg behalten sich vor, eingesandte Fotos auch für eigene Zwecke zu nutzen.

Bei Fotos von Denkmälern, die Privatpersonen gehören, ist eine Einwilligung des Eigentümers zur Veröffentlichung erforderlich.