Großveranstaltung

Pinneberg bekommt einen Biergarten für 250 Besucher

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Carolin Bertsch
Biergarten Pinneberg, Pressetermin, Stacklies Catering, Drosteiplatz, Sommerbiergarten, hspsk

Biergarten Pinneberg, Pressetermin, Stacklies Catering, Drosteiplatz, Sommerbiergarten, hspsk

Foto: Simon Krohn, hsp / Carolin Bertsch, hsp

Viele Veranstaltungen sind abgesagt, aber: Ab Freitag können auf dem Platz vor der Drostei Menschen kontrolliert feiern.

Pinneberg.  Sämtliche Großveranstaltungen in der Pinneberger City sind für diesen Sommer abgesagt worden, doch nun kommt plötzlich eine ganz neue hinzu: ein Biergarten für Pinneberg, mitten in der Innenstadt. Schon am Freitag dieser Woche wird er seine Pforten öffnen. Das Wetter ist prächtig, die Sonne strahlt vom Himmel und verspricht, die Temperatur noch weiter ansteigen zu lassen. Entsprechend gut gelaunt sind Veranstalter und Förderer, als sie das Konzept für die neue Attraktion am Dienstagvormittag vorstellen.

Vom 7. August bis zum 6. September soll der Biergarten auf dem Platz vor der Drostei geöffnet sein. Bis zu 250 Besucher können sich dann unter freiem Himmel treffen. Jeden Tag ab 12 Uhr werden an 35 Tischen Speisen und Getränke angeboten. Die Marktstände, die dienstags und donnerstags normalerweise an dieser Stelle stehen würden, ziehen ein Stück weiter.

Bürgermeisterin: Biergarten sei ein Zeichen

Nach dem Vakuum, das durch Corona entstanden sei, sollen wieder Touristen nach Pinneberg gelockt werden, sagt Jens Stacklies, Unternehmer und Mitinitiator des Biergartens. Nachdem das Weinfest dieses Jahr ganz ausfalle und das Jazzfestival nur abgespeckt stattfinde, solle der Biergarten den Veranstaltungskalender füllen, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg. Es sei ein Zeichen: „Wir bieten richtig was an, auch in Corona-Zeiten.“

Dabei würden die Veranstalter auf jeden Fall dafür sorgen, dass alle geltenden Auflagen korrekt umgesetzt werden. „Wir haben extra Schirme gewählt und kein Zelt, damit wir eine gewisse Luftzirkulation haben“, sagt Stacklies. Und unter großen Schirmen könne man schließlich auch bei schlechterem Wetter sitzen, ohne nass zu werden.

Personal achtet darauf, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig kommen

Alle Tische seien in einem Abstand von 1,50 Meter zueinander aufgestellt, es gebe ausgeschilderte Laufwege und nur einen Ein- und einen Ausgang. Vom Personal werde penibel darauf geachtet, dass sich nicht mehr Personen als gewünscht im Biergarten aufhalten. Jedem neuem Gast wird ein frisch desinfizierter Platz zugewiesen, auch am Eingang stehe ein Desinfektionsspender. Wer das stille Örtchen besuchen muss, bekommt einen Chip in die Hand, damit er danach wieder den Biergarten betreten kann.

Damit echte Biergartenatmosphäre aufkommt, werde das Areal auch noch verschönert. „Wir schmücken den Platz noch mit Blumen“, sagt Stacklies. Der Biergarten selbst werde allerdings mit Polizeigittern abgegrenzt. Es gibt ausschließlich Selbstbedienung. Wer sich an die Stände stellt, kann zwischen einem großen Speise- und Getränkeangebot wählen. Besonders Hungrige können zum Beispiel einen Pulled-Pork-Burger oder Spare Ribs verzehren. Wer es nicht ganz so deftig mag, kann Flammkuchen bestellen. Und es gibt auch etwas Süßes: „Bubble-Waffeln, das ist etwas ganz Besonderes“, beschreibt Stacklies das dank seiner Luftblasen besonders fluffige Gebäck. Auch Passanten, die sich nicht in den Biergarten setzten wollen, kommen auf ihre Kosten. Softeis zum Beispiel könne man sich auch im Vorbeigehen mitnehmen. Wer auf die Speisekarte blickt, bemerkt, dass es sich weniger um eine Veranstaltung als um eine Gastronomie unter freiem Himmel handelt. Stacklies betont: „Wir haben auch eine Genehmigung für den Gastronomiebetrieb bekommen.“

Konzept sei mit benachbarten Gastronomen abgestimmt

Mit den anliegenden Gastronomen haben sich die Veranstalter nach eigenen Worten abgesprochen, sodass sich das Angebot unterscheide. „Man kann immer viel Gastronomie brauchen, davon kann es nicht genug geben“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg. Mit dem Biergarten werde eine offene, lockere und lustige Atmosphäre geschaffen, in der die Pinneberger einander treffen können. Die Veranstalter verfolgen dazu ein weiteres Ziel: „Wir wollen Demos, wie denen in Berlin, vorgreifen. Bei uns darf man sich offiziell treffen“, sagt Steinberg.

Auch das ist ein Grund, warum sich die Stadtwerke-Tochter Pinnau.com als Sponsor angeboten hat: „Wir waren sofort begeistert“, sagt Sönke Hilmer, Leiter des Service-Teams von Pinnau.com. „Kommunikation ist genau unser Ding.“ Man wolle die Bürger zusammenbringen, und was eigne sich da mehr als ein Biergarten, in dem Menschen persönlich beieinandersitzen können.

Hamburger Brauerei Gröninger liefert das Bier

Gleich mehrere Sponsoren beteiligen sich an dem Projekt. „Nur durch sie ist der Biergarten überhaupt möglich geworden“, sagt Pinnebergs Citymanagerin Birgit Schmidt-Harder. Zu ihnen gehört auch die Brauerei Gröninger, die Mitinitiator Stacklies gehört. Sie liefert das Bier, das als „Pinneberger Sommerbier“ ausgeschenkt wird. Für den Biergarten habe man extra ein Pils gebraut, so Projektleiter Sebastian Holmig. Auch die Brauerei musste in den zurückliegenden Monaten ihre Produktion runterfahren.

Damit auch wirklich genug Gäste kommen, rühren die Veranstalter jetzt kräftig die Werbetrommel: „Von Mittwoch an hängen 100 Plakate“, sagt Stacklies. Außerdem würden Gutscheine für ein Bier in Elmshorn, Itzehoe und Rellingen verteilt. Bürgermeisterin Urte Steinberg sagt: „Jetzt kann man nur noch hoffen, dass das Wetter mitspielt.“ Wenn das tatsächlich der Fall sein sollte und das Angebot gut angenommen werde, könne das Biergarten-Projekt auch noch verlängert werden.

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