Kreis Pinneberg

3002 Abc-Schützen freuen sich auf ersten Schultag

| Lesedauer: 5 Minuten
Arne Kolarczyk
Daren Schmidt wird am 12. August in die Klasse 1 b der Grundschule Wiepeldorn in Klein Offenseth-Sparrieshoop eingeschult. 61 Kinder nimmt die Einrichtung in drei Klassen auf.

Daren Schmidt wird am 12. August in die Klasse 1 b der Grundschule Wiepeldorn in Klein Offenseth-Sparrieshoop eingeschult. 61 Kinder nimmt die Einrichtung in drei Klassen auf.

Foto: Arne Kolarczyk

Für Daren Schmidt beginnt am 12. August der Ernst des Lebens: Dann kommt er wie viele andere Kinder in die Grundschule.

Kreis Pinneberg.  Auf der Schultüte steht sein Name. Den kann Daren auch lesen und schreiben. Alles weitere will er vom 12. August an in der Grundschule Wiepeldorn in Klein Offenseth-Sparrieshoop lernen. Denn Daren ist einer von 3002 Abc-Schützen, die in der übernächsten Woche im Kreis Pinneberg eingeschult werden. Die Zahl der Erstklässler ist im Vergleich zum Vorjahr um 153 gestiegen und liegt damit erstmals seit vielen Jahren wieder über der Grenze von 3000 Schulanfängern.

„Wir freuen uns, dass die 45 Grund- und sechs Grund- und Gemeinschaftsschulen im Kreis Pinneberg wachsen“, so Schulrätin Anja Soeth. Das jährliche Auf und Ab der Zahlen sei bei der Schulentwicklungsplanung völlig normal, die steigenden Zahlen seien nicht zuletzt durch die vielen Neubaugebiete und deren neue Bewohner im Kreis begründet. Pinneberg als beliebtes Wohngebiet sichere so auch die Schulstandorte.

Einschulungen werden unter Einfluss von Corona stehen

Laut Soeth nimmt im kommenden Schuljahr die Rosenstadtschule Uetersen, die jetzt als Grund- und Gemeinschaftsschule fungiert, erstmalig Abc-Schützen auf. Dort werden zwei erste Klassen mit 46 Kindern eingeschult. Die Fritz-Reuter-Schule in der Nachbarstadt Tornesch wandle sich zur Offenen Ganztagsschule, sodass die 75 Erstklässler am Nachmittag an Projekten des Ganztagsbereiches teilnehmen sowie weiterhin betreut werden können.

Manche Grundschulen nehmen bis zu fünf erste Klassen auf. Drei sind es an der Grundschule Wiepeldorn in Klein Offenseth-Sparrieshoop, wo 61 Abc-Schützen begrüßt werden – genauso viele wie im vergangenen Jahr. Daren Schmidt wird dort mit 20 Mitschülern die 1 b besuchen. „Viele kenne ich aus dem Kindergarten, zwei Mädchen wohnen in meiner Straße“, erzählt der Sechsjährige. Vor seinem ersten Schultag hat er etwas Bammel. „Ja, ich bin aufgeregt“, bekennt er. Und damit dürfte er nicht allein sein. Denn im Corona-Jahr betreten alle Beteiligten Neuland.

Die Einschulungsveranstaltungen an den 51 Schulen, die Abc-Schützen aufnehmen, werden in diesem Jahr anders als sonst ablaufen. In Zeiten der Corona-Pandemie gelten weiterhin besondere hygienische Anforderungen, die jede Schule erfüllen muss. „Die Freude über den ersten Schultag und die nun beginnende spannende Schulzeit werden bei den Erstklässlern aber sicherlich überwiegen“, glaubt Schulrätin Anja Soeth.

Daren, der mit seinen sechs Jahren schon ein bisschen Lesen, Schreiben und Rechnen kann, freut sich auf die Schule. „Ich will ganz viel lernen.“ An seinem ersten Schultag werden die drei Grundschulklassen in Sparrieshoop wegen der Corona-Pandemie getrennt im Gemeindezentrum Diekendeel begrüßt.

Zwei Angehörige dürfen die Erstklässler zur Feier begleiten

Maximal zwei Angehörige dürfen die Erstklässler zur Feier begleiten, der sonst übliche Einschulungsgottesdienst fällt aus. Nach der Begrüßung findet die erste Unterrichtsstunde für Daren statt, ehe es nach Hause zum Grillen mit der Familie geht und die Schultüte ausgepackt werden kann. „Was drin ist, weiß ich leider noch nicht“, sagt der Sechsjährige, der künftig nach der Schule in die Nachmittagsbetreuung wechseln wird. Nach den Osterferien will er die kurze Strecke zur Schule gemeinsam mit einem Mitschüler mit dem Fahrrad bewältigen. Geübt hat er dafür mit seinen Eltern schon (siehe Infotext). Übung macht den Meister – dieses Motto gilt für alle 3002 Abc-Schützen im Kreis.

Den größten Jahrgang stellt mit 126 Kindern die Friedrich-Ebert-Schule in Elmshorn, knapp dahinter liegt mit 115 Erstklässlern die Wedeler Altstadtschule. Ebenfalls in den „Top Drei“ liegt die Grundschule Kaltenweide in Elmshorn mit 100 Abc-Schützen. Es folgt mit 95 Kindern die Albert-Schweitzer-Schule, auch aus Wedel. Knapp dahinter rangieren die Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek in Halstenbek (94 Erstklässler) sowie die Schenefelder Gorch-Fock-Schule mit 93 Kindern.

In Heist werden dagegen nur 20 Kinder eingeschult, damit reicht es gerade für eine erste Klasse. Das Gleiche gilt für Seester (21) und die Grundschule Nord in Pinneberg (22). Der Klassenteiler liegt offiziell bei 30 Kindern. Auf der zum Kreis Pinneberg gehörenden Insel Helgoland, die traditionell eine Sonderrolle einnimmt, werden fünf Kinder eingeschult.

Kleinste Schule auf Helgoland, die größte in Elmshorn

Die Mindestgröße von insgesamt 80 Kindern werde in allen Grundschulen des Kreises mit Ausnahme von Helgoland überschritten, sodass keine Einrichtung in ihrem Bestand gefährdet ist. Und lässt man Helgoland außen vor, werden an keiner Einrichtung des Kreises weniger als 20 Kinder eingeschult.

Die zahlenmäßig kleinste Grundschule nach der auf der Insel Helgoland befindet sich in Seester (88 Kinder), gefolgt von der Grundschule Tangstedt mit 90 Schülern. Am größten ist die Friedrich-Ebert-Schule in Elmshorn, wo 446 Kinder unterrichtet werden, gefolgt von der Moorwegschule in Wedel (395 Schüler) und der Albert-Schweitzer Schule Wedel mit 394 Kindern.

Bereits vor mehreren Jahren sind kleinere Schulen zu Außenstellen größerer Einrichtungen geworden. Haseldorf übernahm den Standort in Hetlingen, Lutzhorn wird als Außenstelle von Klein Offenseth-Sparrieshoop weitergeführt, und Ellerhoop sowie Bokholt-Hanredder haben sich Grundschulen in Barmstedt angeschlossen. Insgesamt besuchen im kommenden Schuljahr 10.639 Kinder die 45 Grundschulen, hinzu kommen 1032 Grundschüler an den sechs Grund- und Gemeinschaftsschulen.

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