Kreis Pinneberg

Wedel: Volksbank baut Wohnungen an Bahnhofstraße

Sechs Wohnungen und Filiale entstehen an der Bahnhofstraße.

Sechs Wohnungen und Filiale entstehen an der Bahnhofstraße.

Foto: Volksbank / HA

Richtfest an der neuen Filiale an der Wedeler Bahnhofstraße. Sechs Wohnungen sollen dort entstehen. Sogar ein Penthouse sei denkbar.

Wedel. Die Arbeiten gehen voran, und am Ende soll nicht nur eine neue Filiale, sondern auch neuer Wohnraum entstehen. Am Mittwoch ist am Neubau der Wedeler Volksbankfiliale Richtfest gefeiert worden. An der Bahnhofsstraße 13 sollen bald neben dem Kreditinstitut auch Mieter von sechs Zwei- bis Dreizimmerwohnungen sowie von zusätzlichen Gewerbeeinheiten einziehen.

Seit mehr als einem Jahr ist das Gelände in Wedels Innenstadt eine Baustelle. Dort, wo zuvor schon die alte Filiale ihren Standort hatte, soll auch das neue Haus eröffnen – allerdings mit erweitertem Konzept, dem Wohnungsbau. Die Bauarbeiten mitten in der Stadt seien nicht einfach, aber bisher sei alles gut verlaufen, sagt Reiner Brüggestrat, Vorstandssprecher der Volksbank Hamburg. Deshalb könnten die ersten Mietverträge wahrscheinlich schon in zwei bis drei Monaten unterschrieben werden.

Volksbank plant weitere Filiale mit Wohnungen in Holstein

Die Volksbank will mit dem Kombinieren von Wohnraum, Handel und Arbeit eine Belebung der Innenstadt erreichen. Auch in Bönningstedt plant die Volksbank in Holstein eine Filiale mit Wohnungen. Neu ist das Prinzip der Volksbanken aber nicht. Seit den 90er Jahren versucht die Bank, Wohnraum und Finanzwesen in Gebäuden zu vereinen. Durch den Abbau von Filialstandorten seien die Banken inzwischen jedoch vielerorts wieder ausgezogen.

Mit dem Wedeler Projekt werde ein vor zehn Jahren konzipierter Plan der Stadt aufgegriffen, in dem das Kombinieren von Wohn- und Arbeitsfläche für die Bahnhofsstraße angeregt worden war. Deshalb wolle die Bank die Stadtentwicklung positiv beeinflussen, und zwar nicht nur in Wedel. „Wir haben vor allem Filialen in solchen Entwicklungsregionen“, sagt Brüggestrat.

Das Sechs-Millionen-Euro-Projekt in Wedel soll barrierefreien Zugang für Bewohner und Besucher bieten. Die Nähe zur Innenstadt, die moderne Gestaltung sowie die Tiefgarage sollen die Attraktivität steigern und eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen. Erwähnenswert seien auch die elektrischen Stellplätze in der Tiefgarage für die künftigen Bewohner des Hauses.

Auf dem Flachdach des Gebäudes habe sogar noch ein Penthouse Platz, sagt Brüggestrat. Dazu führe er gerade Gespräche mit der Stadt. Ergebnis: noch offen.