Kreis Pinneberg

Nach Keimbefall: Trinkwasser in Ellerhoop ist wieder rein

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Das Wasser aus dem Hahn kann in Ellerhoop wieder getrunken werden.

Das Wasser aus dem Hahn kann in Ellerhoop wieder getrunken werden.

Foto: Lukas Schulze / picture alliance/dpa

Eine UV-Desinfektion war erfolgreich. Kreis Pinneberg hebt das Abkochgebot auf.

Ellerhoop. 250 Haushalte in Ellerhoop können aufatmen: Freitag hat der Kreis alle Nutzungseinschränkungen für das Trinkwasser der Wasser-Genossenschaft Ellerhoop aufgehoben. Damit kann das Trinkwasser in der Gemeinde wieder uneingeschränkt genutzt werden.

Das wurde möglich, nachdem mehrere aufeinanderfolgende Wasserproben die Keimfreiheit des Trinkwassers belegt hatten. Zudem hat sich der Manganwert auf weniger als 0,2 Milligramm pro Liter eingependelt, sodass auch dieses Problem als behoben gelten kann.

Seit Anfang Juni galt für alle Nutzer der Wassergenossenschaft ein Abkochgebot für das Trinkwasser wegen der Belastung mit intestinalen Enterokokken. Zudem galt ein Nutzungsverbot für Babys und Kleinkinder aufgrund des hohen Manganwertes.

Die Keime wurden am 22. Mai im Trinkwasser der Ellerhooper Kita und fünf Tage später im Bereich Grotkamp nachgewiesen. Sie können bei immungeschwächten Personen zu Durchfall führen. Daraufhin nahm die Wassergenossenschaft den betroffenen Brunnen sofort vom Netz und leitete eine umfassende Spülung ein. Regelmäßig erfolgte eine Beprobung.

Weil jedoch keine dauerhafte Keimfreiheit gewährleistet werden konnte, wurde eine Anlage zur UV-Desinfektion des Wassers angemietet, um kurzfristig eine Keimfreiheit zu erreichen. Die Spektron UV-Anlage der Firma Wedeco desinfiziert das Wasser per UV-Strahlung und ist am 11. Juli in Betrieb gegangen. Parallel dazu konnte die Wassergenossenschaft den betroffenen Brunnen wieder als Förderbrunnen ins Netz einbinden. Weil nun zwei Brunnen abwechselend das Wasser fördern und unterirdisch aufbereiten, ist der Mangangehalt in dem Wasser entscheidend gesunken.

Da es zuletzt mehrfach Probleme mit einer Verkeimung des Wassers und in deren Folge mit erhöhten Manganwerten gab, sucht die Genossenschaft nach Wegen, ein solches Szenario zu verhindern. Eine Möglichkeit wäre ein kompletter Neubau eines Wasserwerks an anderer Stelle. Alternativ könnten benachbarte Versorger das Wasser liefern. Der Vorstand hat beide Alternativen prüfen lassen und die Kosten ermittelt. Vorstandsmitglied Peter Kohl hat den Mitgliedern der Wassergenossenschaft am Freitag versprochen, sie bis Ende August über Schritte zur Verbesserung der Wasserversorgung zu informieren.

( kol )

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