Kreis Pinneberg

Defekter Behälter mit Buttersäure löst Großeinsatz aus

Die Feuerwehr evakuierte das Polizeigebäude in der Elmshorner Straße in Pinneberg, nachdem Buttersäure aus einem Behälter ausgetreten war.

Die Feuerwehr evakuierte das Polizeigebäude in der Elmshorner Straße in Pinneberg, nachdem Buttersäure aus einem Behälter ausgetreten war.

Foto: Carolin Bertsch

Gebäude von Polizei und Kripo in Pinneberg musste am Donnerstag geräumt werden. Zwei Beamte wurden ärztlich behandelt.

Pinneberg. Das Dienstgebäude von Polizei und Kripo in Pinneberg musste am Donnerstagvormittag evakuiert werden. Grund war ein unangenehmer Geruch, der sich dort auf Teilflächen ausgebreitet hatte. Zwei Beamte mussten ärztlich behandelt werden, einer kam ins Krankenhaus. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort, die vielbefahrene Elmshorner Straße wurde gesperrt. Ein Anschlag liegt nicht vor.

Laut ersten Angaben hatte ein Mitarbeiter gegen 11.45 Uhr Alarm geschlagen. Daraufhin wurde sofort die Evakuierung verfügt, etwa 30 Mitarbeiter versammelten sich auf der Rasenfläche vor dem Gebäude. Sie wurden vom Rettungsdienst untersucht.

Behälter mit Buttersäure in Asservatenkammer war defekt

Die Feuerwehr Pinneberg rückte unter Atemschutz an und nahm Messungen in den Räumen vor. Auch der Löschzug Gefahrgut der Kreisfeuerwehr wurde alarmiert und traf wenig später an der Einsatzstelle ein.

Die Ursache wurde dann im Keller des Dienstgebäudes in der Asservatenkammer entdeckt. Dort befand sich ein Behälter, der offenbar Buttersäure enthielt. Er soll nach Abendblatt-Informationen bei einem Verdächtigen beschlagnahmt worden sein. Offenbar war die Umverpackung defekt, sodass die Buttersäure sich langsam in den Räumen ausbreiten konnte. Die Feuerwehr sicherte das Behältnis und lüftete den Bereich.

„Wir schließen eine Fremdeinwirkung aus“, so Polizeisprecher Lars Brockmann. Um kurz nach 13.30 Uhr wurde das Dienstgebäude wieder freigegeben und die Einsatzkräfte rückten wieder ab.