Kreis Pinneberg

Staatsanwaltschaft Itzehoe klagt zwei Serieneinbrecher an

Einbrecher" hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene).

Einbrecher" hebelt mit einem Brecheisen eine Tür im Keller eines Wohnhauses auf (gestellte Szene).

Foto: Silas Stein / dpa

Die Albaner ohne festen Wohnsitz sollen innerhalb eines Jahres 19 Taten im Kreis Pinneberg und Hamburg verübt haben.

Kreis Pinneberg. Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat Anklage gegen zwei Serieneinbrecher erhoben. Den 25 und 30 Jahre alten Albanern wird vorgeworfen, 19-mal im Kreis Pinneberg sowie in Hamburg in Wohnungen und Häuser eingedrungen zu sein. Dabei machten sie reiche Beute.

Die Männer, die sich ohne festen Wohnsitz in Deutschland aufhielten, versteckten sich in Hamburger Szenevierteln. Sie wurden in Zusammenarbeit mit der Hamburger Polizei Ende Februar im Schanzenviertel sowie in Lohbrügge verhaftet. Gegen einen 24-Jährigen, der zeitgleich auf St. Pauli festgenommen worden war, erhärtete sich der Tatverdacht nicht. Gegen ihn wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Serieneinbrecher klauten Schmuck, Geld, Kleidung

Gegen die 25 und 30 Jahre alten Männer, die derzeit in Untersuchungshaft sitzen, wurde dagegen Anklage wegen gemeinschaftlichen schweren Wohnungseinbruchsdiebstahls erhoben, wobei die Täter gemeinsam mit einem dritten, noch flüchtigen Komplizen (32) eine Bande gebildet haben sollen. „Die Anklageerhebung erfolgte bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Itzehoe“, so Peter Müller-Rakow, Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe. Er rechne nach Abschluss des Verfahrens mit einer mehrjährigen Haftstrafe für die Täter.

Den Verdächtigen werde vorgeworfen, zwischen März 2019 bis zu ihrer Festnahme Ende Februar 2020 in 19 Fällen in Pinneberg, Rellingen sowie in Hamburg zumeist über Balkonfenster gewaltsam in Häuser und Wohnungen eingedrungen zu sein. Dabei hätten sie es auf hochwertigen Schmuck und Elektrogeräte, hochpreisige Bekleidung, Goldmünzen, teure Herrenuhren sowie Geld abgesehen gehabt.

Teilweise seien Werte im fünfstelligen Bereich entwendet worden. Allein bei einem Einbruch in Rellingen wurde Schmuck im Wert von 30.000 Euro entwendet. Der konnte jedoch bei den Tätern sichergestellt und dem Eigentümer zurückgegeben werden.

Serieneinbrecher wechselten immer wieder ihr Versteck

Einem der Täter werde zudem in einer separaten Anklage der Erwerb und der Handel mit Kokain vorgeworfen. Das Sachgebiet IV der Kripo Pinneberg, die ehemalige Soko Wohnung, hatte mehrere Monate verdeckt gegen die Tätergruppierung ermittelt.

Die Festnahmen der Männer verzögerten sich jedoch mehrmals, da diese sich sehr konspirativ verhielten und immer wieder ihr Versteck wechselten. Sie hielten sich unter Nutzung falscher Personalien unangemeldet in Hamburg auf, sodass ihre Lokalisierung schwierig war. Konkrete Termine für den Prozess vor dem Landgericht gibt es noch nicht.