Kreis Pinneberg

Schenefelds Politik tagt bald nicht mehr im Rathaus

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So tagte der Schenefelder Rat in der Coronakrise.

So tagte der Schenefelder Rat in der Coronakrise.

Foto: Arne Kolarczyk

Politiker halten ihre Sitzungen künftig im Gebäude der Volkshochschule ab. Aus dem Sitzungstrakt im Rathaus werden Büroräume.

Schenefeld.  Wer sich für die Schenefelder Kommunalpolitik interessiert, muss sich nach den Sommerferien an einen neuen Sitzungsort gewöhnen. Künftig finden die Ausschusssitzungen nicht mehr im Rathaus der Stadt, sondern im Volkshochschulgebäude im Osterbrooksweg 36 statt. Dort hat die Stadt fünf neue Sitzungsräume errichtet.

Bisher tagten die Ausschüsse und die Fraktionen im sogenannten Sitzungstrakt, der sich im ersten Obergeschoss des Rathauses befindet. Das gehört nun der Vergangenheit an, denn aus den Sitzungsräumen werden Büros. „Wir haben dringenden Raumbedarf“, erläutert Andreas Bothing, Fachbereichsleiter für Planen, Bauen und Umwelt. Daher sei die Entscheidung getroffen worden, den Sitzungstrakt „zu opfern“.

Als Erstes geht es dem Gemeinschaftsraum an den Kragen, in dem die meisten Sitzungen stattfanden. Dort werden Trennwände eingezogen und einige Türen versetzt. Auf diese Weise entstehen nach Angaben Bothings vier Mitarbeiterbüros. Sie sollen nach Fertigstellung vom Ordnungsamt genutzt werden. Im zweiten Schritt solle der kleinere Sitzungsraum zum Pausenraum für die Mitarbeiter umgebaut werden.

Bürobau war Beigabe zu einem Grundstückskauf im Jahr 2015

Die weggefallenen Räume für die Kommunalpolitik werden ersatzweise in dem ehemaligen Bürogebäude am Osterbrooksweg geschaffen, das die Stadt 2015 erworben hat. Damals übernahm sie den ehemaligen Mitarbeiterparkplatz der Spar-Zentrale und stellte auf einem Teilbereich Container für Asylbewerber auf. Als Beigabe zum Grundstückskauf erhielt die Stadt das Bürogebäude dazu, in dem sich damals noch mehrere Mieter befanden. Daraufhin quartierte die Stadt die Volkshochschule im ersten Stock ein und stellte der Bildungseinrichtung auch Teile des Erdgeschosses zur Verfügung. Dort konnten nun verhältnismäßig günstig die Sitzungsräume geschaffen werden. Die Ratsversammlung tagt weiter im Sitzungssaal des Rathauses. Ausschusssitzungen werden dagegen am Osterbrooksweg stattfinden – es sei denn, es werden viele Zuschauer erwartet. Dann ziehen die Kommunalpolitiker ins Rathaus um.

Langfristig sollen die Kommunalpolitiker wieder am Herzen der Stadt tagen. Die Pläne für den neuen Stadtkern sehen die Errichtung eines Bürgerzentrums auf dem Holstenplatz vor. Das Gebäude soll alle publikumsintensive Bereiche der Stadt wie Bürgerbüro, Bücherei und Volkshochschule umfassen – und auch Tagungsräume für die Politik. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

( kol )

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