Kreis Pinneberg

Flohmärkte sind wieder erlaubt – so funktioniert’s

Stöbern und Feilschen: Am 19. Juli findet erstmals seit Anfang März wieder ein Flohmarkt im Kreis Pinneberg statt.

Stöbern und Feilschen: Am 19. Juli findet erstmals seit Anfang März wieder ein Flohmarkt im Kreis Pinneberg statt.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Am Sonntag geht das Stöbern und Feilschen in Prisdorf erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder los.

Prisdorf. Nachdem Schnäppchenjäger und Sammler monatelang auf Flohmärkte verzichten mussten, ist Trödeln nun wieder erlaubt, sofern Abstandsgebote und Hygienevorschriften beachtet werden. Passend dazu startet am Sonntag, 19. Juli, um 8 Uhr der erste große Markt im Kreis Pinneberg auf dem Parkplatz des Marktkauf-Einkaufsmarktes an der Straße Peiner Hag in Prisdorf.

„Wir sind froh, dass es wieder losgeht“, sagt Uwe Kraus, Inhaber von K-Veranstaltungen Organisation + Service. Seit 37 Jahren veranstaltet der Elmshorner Inhaber mit seinem Schwiegervater Dieter Groneberg, Chef von Groneberg Veranstaltungen + Service, Flohmärkte in Schleswig-Holstein und im Hamburger Randgebiet. Zu den bekanntesten gehören unter anderem die Flohmärkte an und in den Holstenhallen in Neumünster, bei Marktkauf in Prisdorf, vor Famila in Elmshorn, Norderstedt und Wedel, in der Wohnmeile Halstenbek und noch einige andere mehr.

„Corona hat auch uns schwer getroffen“, stellt Kraus fest „Die Winterpause war im März gerade zu Ende. Am 1. und 8. März konnten wir die Flohmärkte in Wedel und Prisdorf noch ausrichten, aber danach ging gar nichts mehr. Wir waren vier Monate ohne Einnahmen.“ Dann kam die erste Lockerung. Ab dem 8. Juni waren Veranstaltungen im Außenbereich für bis zu 100 Personen zugelassen. „Das kam für uns aber nicht infrage, das hätte sich nicht geloht“, sagt Kraus.

Laut der aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung in Schleswig-Holstein dürfen Flohmarkt-Veranstalter nun bis zu 250 Menschen im Außenbereich gleichzeitig reinlassen. Wer also auf das rund 10.000 Quadratmeter große Gelände will, muss zuvor eine Pfand-Besuchermarke für zwei Euro erwerben. „Die Chips sind nummeriert“ erklärt Kraus, denn nur so sei sichergestellt, dass sich nur die erlaubte Personenzahl gleichzeitig auf dem Gelände befindet. Um zu kontrollieren, wer und wie viele Besucher über das Gelände bummeln, gibt es einen Ein- beziehungsweise Ausgang, gut bewacht von Ordnern, die Verhaltensregeln erklären und auch dafür sorgen sollen, dass sich das Publikum nicht an bestimmten Stellen ballt. Diese sind auch berechtigt, bei eklatanten Verstößen gegen die Corona-Regeln ein Platzverbot auszusprechen und durchzusetzen.

Aushänge weisen auf die vorgeschriebenen Abstands- und Hygienemaßnahmen hin. Eine Maskenpflicht besteht nicht, auch eine Registrierung der Besucher ist nicht erforderlich. Die Durchgänge werden nicht verbreitert, denn „das Gelände ist groß genug, sodass auch zwischen den Ständen viel Abstand ist“, erläutert der Veranstalter.

Dieser große Flohmarkt, den Kraus und Groneberg achtmal im Jahr anbieten, ist vor allem so beliebt, da hier fast nur private Aussteller ihre Ware anbieten. Bisher ist nicht erkennbar, ob weniger Händler als üblich ihre bunten Stände in Prisdorf aufbauen. „Die Anmeldung läuft noch. Und ich bin zuversichtlich, dass genug kommen werden“, meint Kraus.

Wer noch die in der Zeit des Lockdowns ausgemisteten Keller- und Dachboden-Reichtümer veräußern möchte, meldet sich unter www.nord-flohmarkt.de an oder erscheint am Sonntag ab 6 Uhr zur Standplatz-Vergabe. Der Standpreis pro laufendem Meter kostet neun Euro. Ein großer und kostenfreier Parkplatz ist vor der Palettenbörse, Peiner Hag 11, eingerichtet.