Pinneberg

Land lehnt zusätzliches Sonntags-Shopping ab

Pinneberg wollte den Handel in der Innenstadt mit mehr verkaufsoffenen Sonntagen beleben.

Pinneberg wollte den Handel in der Innenstadt mit mehr verkaufsoffenen Sonntagen beleben.

Foto: Bernd-Olaf Struppek

Pinneberg und andere Städte haben sich erweiterte Öffnungszeiten gewünscht, um den Einzelhandel zu stärken. Ohne Erfolg.

Pinneberg.  Um den Einzelhandel in den Innenstädten zu unterstützen, hatten sich mehrere Städte und die IHK Schleswig-Holstein mit der Bitte um weitere verkaufsoffene Sonntage an das Wirtschaftsministerium in Kiel gewendet (wir berichteten). So auch Pinneberg. Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage hatte diese Bitte, neben den bereits festgelegten noch weitere verkaufsoffene Sonntage einzurichten, leider keinen Erfolg, teilt die Stadtverwaltung nun mit.

„Wir haben eine attraktive Innenstadt mit einer guten Aufenthaltsqualität. Wichtig bleibt aber, dass die Pinnebergerinnen und Pinneberger in die City kommen und mit ihrem eigenen Einkauf den Einzelhandel unterstützen. Wer eine attraktive Innenstadt mit einem vielfältigen Angebot möchte, kann diese leicht durch das eigene Verhalten unterstützen“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg. Die Stadt werde weiterhin ihr Möglichstes tun, die Innenstadt attraktiv zu gestalten und zu beleben.

Pinneberg verzichtet auf Gebühren für Außengastronomie

Steinberg erinnert in diesem Zusammenhang noch mal daran, dass die Ratsversammlung aus diesem Grund auch beschlossen habe, dass die Stadt in diesem Jahr bewusst auf die Gebühren für die Nutzung öffentlicher Flächen durch Außengastronomie verzichtet. Mit dem Verzicht unterstütze die Stadt die ortsansässigen Gastronomen. Tische und Stühle vor Cafés, Bars und Restaurants belebten die Straßen. Gemeinsam mit dem guten und vielfältigen Angebot des Pinneberger Einzelhandels lade dies zum Bummeln ein. Auch werde nach coronagerechten Veranstaltungen gesucht.

„Die Corona-Krise hat die besten Eigenschaften bei Handel und Gastronomie geweckt: Unternehmergeist, Kreativität und Mut“, sagt Wirtschaftsförderer Marco Bröcker. „Weitere verkaufsoffene Sonntage wären für den Handel ein Bonbon gewesen. Eine Möglichkeit, den Umsatz zu steigern. Vor allem, da in diesem Jahr die vielen tollen Veranstaltungen vom Weinfest bis hin zum Kleinkunstfest, die ansonsten Tausende in die Stadt locken, coronabedingt nicht stattfinden können.“ Gerade darum sei es jetzt besonders wichtig, den lokalen Handel und die Gastronomie zu unterstützen. Sie seien die Garanten, dass in Pinneberg im nächsten Jahr gefeiert werden kann.