Kreis Pinneberg

Land Schleswig-Holstein vernetzt alle Schüler

Eine Schülerin sitzt in einem Arbeitszimmer und arbeitet für die Schule (Symbolbild).

Eine Schülerin sitzt in einem Arbeitszimmer und arbeitet für die Schule (Symbolbild).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Einheitliches digitales Lernsystem geht zu Beginn des neuen Schuljahres an den Start. Digitale Angebote als Ergänzung zum Präsenzunterricht.

Kreis Pinneberg.  Zum neuen Schuljahr wird allen Schulen Schleswig-Holsteins ein einheitliches Lernmanagementsystem, kurz LMS, zur Verfügung stehen. Das hat Bildungsministerin Karin Prien (CDU) erklärt. Das Land werde das schon in anderen Bundesländern mit großem Erfolg eingesetzte System itslearning einführen. „Wir haben bereits die Schulen und die Schulträger darüber informiert, dass itslearning zum Beginn des neuen Schuljahres landesweit zur Verfügung stehen wird“, sagte die Ministerin. „Das ist ein großer Schritt, damit wir unser Ziel erreichen, digitales Lernen und Lehren in allen Schulen und für alle Schülerinnen und Schüler zum Standard zu machen.“

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass an der Digitalisierung von Unterricht und Lernen kein Weg mehr vorbeigehe. „Digitale Angebote können und sollen den Präsenzunterricht und das soziale Erleben im schulischen Alltag nicht ersetzen, aber wir brauchen sie als innovative Ergänzung und zur Weiterentwicklung unserer Schulen in einer zunehmend digitalen Welt“, so Prien.

Das cloudbasierte LMS itslearning ermögliche eine datenschutzkonforme Kommunikation und Kooperation aller an Schule Beteiligten: Lehrkräfte könnten damit unter anderem Unterrichtsmaterial bereitstellen und Aufgaben erteilen sowie Rückmeldungen zu den Ergebnissen geben, die Schülerinnen und Schüler könnten gemeinsam an Projekten arbeiten und untereinander kommunizieren, mobiles Lernen werde über eine App ermöglicht, und Eltern könnten einbezogen werden in die Kommunikation der Schule. Zudem, so Prien weiter, erhielten die Schulen neben dem LMS auch Zugriff auf den Video-Konferenzdienst des Landes, und schrittweise würden alle Lehrkräfte mit einer dienstlichen E-Mail-Adresse ausgestattet.

„Gemeinsam mit den bereits vorhandenen standardisierten Lösungen der einheitlichen Schulsoftware und dem Schulportal SH sind dann wesentliche technische Grundlagen geschaffen für eine umfassende und zeitgemäße Modernisierung von Kommunikation, Unterricht und Lernen an unseren Schulen“, sagte Prien und ergänzte: „Die vergangenen Wochen waren ein harter Praxistest, der uns deutlich gezeigt hat, wo wir besser werden müssen. Dafür stellen wir jetzt erhebliche finanzielle Mittel – insgesamt 74 Millionen Euro – zusätzlich zur Verfügung, damit Schulen und Schulträger die Folgen der Pandemie bewältigen können und in Zukunft besser aufgestellt sind.“