Kreis Pinneberg

Rettungsaktion im „Knopf“ geht weiter – als Open-Air

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Die Band OKSN-SOKN aus Ellerhoop, hier auf einem Archivfoto, steht beim letzten der geplanten drei Open-Air-Konzerte auch auf der Bühne vor dem „Knopf“

Die Band OKSN-SOKN aus Ellerhoop, hier auf einem Archivfoto, steht beim letzten der geplanten drei Open-Air-Konzerte auch auf der Bühne vor dem „Knopf“

Foto: OKSN-SOKN

Nach dem großen Erfolg der Premiere stehen nun drei weitere Termine für die Musik unter freiem Himmel fest.

Ellerhoop.  Es war ein Strohhalm, an den sie sich nach Wochen der coronabedingten Schließung klammerte, ein Rettungsanker, den sie auswarf: ein Benefizkonzert Ende Mai, unter freiem Himmel zwar, aber immerhin, sollte Sven und Tania Jaglas „Knopf“ in Ellerhoop retten, sollte ein Signal sein, dass es weitergeht. Es hat geklappt. Die Premiere mit dem Peter-Wulff-Thießen-Trio war ein so großer Erfolg, dass es nun eine Fortsetzung gibt. Eine Serie mit drei Open-Air-Konzerten ist geplant. Am kommenden Sonnabend geht es los.

Gitarrenmusik zum Chillen

Dann spielen Die Tonpiraten. Mit Gitarre, Keyboard und ihren Stimmen bringen die beiden Musiker Uwe und Gert ein vielseitiges Programm aus Pop, Folk, Country, Latin und Swing auf die Bühne. Sie beschreiben ihren Stil als „nicht aufdringlich rockig, eher akustisch dezent – girarrenorientierte Musik zum Chillen und Zuhören“. Beide sind aktuell Bandmitglieder bei SoundnFury und haben auch die plattdeutschen Liekedeler unterstützt. Nun wollen sie ihre Lieblingslieder in kleiner Besetzung präsentieren.

Zwei Wochen später, am Sonnabend, 27. Juni, geht es weiter mit den Mitniters, die auch gern als absoluter Geheimtipp für Kenner der Norddeutschen Bluesszene gehandelt werden. Sie spielen eine Mischung aus Rhythm and Blues und West-Coast-Blues. Ihre Lieder haben die Bandmitglieder teilweise selbst komponiert.

Dritter im Bunde ist Kay Boenkendorf, der sich DaHoop! nennt und am ersten Juli-Wochenende vor dem „Knopf“ auftritt. Seine Songs erzählen Geschichten aus dem Leben, dazu spielt DaHoop Gitarre. Der Musiker bezeichnet amerikanische Songwriter und Fingerstyle-Virtuose zu seinen Vorbildern.

Auch die Ellerhooper Lokalmatadore sind dabei

Am selben Abend spielen auch die Ellerhooper Lokalmatadore OKSN-SOKN mit ihren handgemachten Songs aus den Bereichen Blues, Rock, Folk und Country. Die Konzerte beginnen gegen 20 Uhr.

Die Spielregeln sind dabei die gleichen wie bei der Premiere vor zwei Wochen. Die Musiker spielen auf der Terrasse vor dem Haus. Die Zuschauer sitzen dank Unterstützung der Gemeinde und des MTV Ellerhoop auf dem Sportplatz. Der ist in Parzellen von je dreimal drei Meter Größe unterteilt, zwischen den Parzellen bleiben anderthalb Meter frei. Die Abstände werden mit rot-weißem Flatterband, das auf dem Rasen des Sportplatzes befestigt wird, markiert. In jeder Parzelle werden eine Bierbank und ein Sonnenschirm aufgestellt. Insgesamt dürfen nicht mehr als 50 Personen an dem Event teilnehmen. Das letzte Open Air in Ellerhoop war schnell ausverkauft.

Getränke und Knabberkram können die Besucher vorbestellen und dann in einer Box mit in ihre Parzelle nehmen. Wer im Laufe des Abends etwas nachbestellen möchte, kann das per WhatsApp-Kurznachricht an Tania Jagla tun. „Das Ganze soll einen Picknick-Charakter haben“, sagte Jagla vor der Premiere im Mai.

Noch eine kleine Regel: Gäste des Open Air-Events müssen ein ausgefülltes Selbstauskunftsformular mitbringen, damit im Falle einer Corona-Infektion bei einem der Teilnehmer die Kontakte nachvollzogen werden können.

Jeder Gast muss eine Selbstauskunft ausfüllen

Alle Angaben sind freiwillig, allerdings: Wer den Bogen nicht ausgefüllt abgibt, kommt nicht aufs Gelände… Außerhalb der Parzellen müssen die Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Pro Parzelle sind zwei bis vier Personen gemäß den gesetzlichen Vorschriften zu Kontakten mit Personen aus anderen Haushalten zugelassen.

Der Eintritt ist grundsätzlich frei, aber der Hut geht rum. „Die Veranstaltungen sind Benefizevents für den Erhalt des Knopfes. Jeder Euro zählt für uns“, schreiben Tania und Sven Jagla auf der Einladung zur Open-Air-Serie. Und, an ihre Gäste gerichtet: „Dass ihr bei uns bleibt, bedeutet uns viel und gibt uns Schwung, durchzuhalten.“

Unterdessen kündigen sich schon die nächsten Veranstaltungen an: ein Grillabend im Juli und ein Sommerfest Ende August, unter welchen womöglich kreativen Rahmenbedingungen auch immer.

( HA )

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