Kreis Pinneberg

Polizei nimmt zwei Täter nach Messerangriff in Elmshorn fest

Mit Messer und Eisentangen wurden die Opfer in Elmshorn attackiert. (Symbolbild)+++ dpa-Bildfunk +++

Mit Messer und Eisentangen wurden die Opfer in Elmshorn attackiert. (Symbolbild)+++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Nach tumultartigen Szenen auf der Reeperbahn ermittelt die Kripo die tatverdächtigen. Sie kommen aus der Nähe.

Elmshorn.  Nach einem Messerangriff in Elmshorn, bei dem am späten Freitagabend zwei Männer schwer verletzt worden sind, hat die Polizei die Täter ermitteln können. Es handelt sich um einen 37 Jahre alten Mann aus Horst bei Elmshorn sowie einen 32-Jährigen aus dem Nachbarort Kiebitzreihe.

Die Auseinandersetzung spielte sich gegen 21.25 Uhr an der Reeperbahn ab und nahm Ausmaße an, wie man sie sonst eher von der gleichnamigen Straße in Hamburg kennt. So sollen die beiden Opfer, ein 21-jähriger Mann aus Itzehoe sowie ein 59 Jahre alter Lägerdorfer, mit einem Messer sowie einer Eisenstange attackiert worden sein.

Die Leitstelle schickte nach den ersten Anrufen ein Großaufgebot an Polizisten zur Einsatzstelle. Beim Eintreffen der Beamten befanden sich jedoch nur noch die beiden verletzten Männer vor Ort. Sie kamen nach einer ersten notärztlichen Behandlung ins Krankenhaus. Die Polizei spricht von schweren Verletzungen, eine Lebensgefahr lag nicht vor.

Daher behandelt die Polizei den Fall als gefährliche Körperverletzung und nicht als versuchtes Tötungsdelikt. Die Ermittlungen liegen bei der Kripo in Elmshorn. Sie konnte am Sonntag die beiden Beschuldigten ermitteln. „Haftgründe liegen nicht vor, sodass die beiden Männer auf freien Fuß bleiben“, so Polizeisprecher Lars Brockmann.

Derzeit sei die Kripo noch dabei, die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung zu ergründen. Laut Brockmann könnte es sich um familiäre Streitigkeiten gehandelt haben, die aus dem Ruder gelaufen sind. So waren die vier Männer offenbar an der Reeperbahn nicht verabredet, sondern sollen sich dort zufällig getroffen haben. Die Ermittlungen zu der genauen Entstehung sind ebenfalls noch nicht abgeschlossen.